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Archive for 15. Juli 2007

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Man kann nicht alles den Markt regeln lassen, ich hab den Beweis. Wenn ich hier im Blog immer das anbieten würde, was gesucht wird, dann Holladiewaldfee! Ich kann ja in den internen Statistiken sehen, über welche Suchbegriffe orientierungslose Menschen auf meinen Seiten gelandet sind. Also: Was man bei Google und Co eintippen muss, um das Hongibrot-Blog empfohlen zu bekommen. In der letzten Woche waren das so schöne Sachen wie „Ficken im Odenwald“, „Wie antwortet man auf eine Kontaktanzeige?“ oder „Trauerzeit griechisch-orthodox“. Wie auch immer das zusammenhängt. Eventuelle Verständnisfragen bitte nicht an mich richten, sondern direkt in die diversen Suchmaschinen eintippen.

Sorgen machte mir jedoch ein Begriff, der in den letzten Monaten permanent auftauchte, die Dauerbrenner-Suchanfrage, die immer wieder enttäusche Menschen zu mir geführt hat. Also mindestens einen pro Woche! Echt! Es handelte sich hierbei um: „Gitte Haenning nackt“. Ja, das macht betroffen. Und neugierig. Eine Jahreszahl wäre beispielsweise hilfreich gewesen, dann hätte ich gewusst, ob sich polymorph-perverse Fossil-Sexuelle auf meinem Blog herumtreiben, oder einfach nur Soziologen, die an einer Doktorarbeit schreiben mit einem Titel wie „Wandel des weiblichen Schönheitsideals am Beispiel von Schlagersängerinnen-Aktaufnahmen aus den frühen Sechzigern“.

Wie gesagt, man wird neugierig. Eine Bild-Suche bei Google brachte kein Ergebnis, da wusste ich: Ich muss tiefer einsteigen in die Materie. Ich fand einen Hinweis auf einen kleinen Nackt-Film-Skandal aus dem Jahr 1966, es ging da um einen künstlerisch-anspruchsvollen Wikingerfilm mit Zwölftonmusik und Gitte Haenning, Titel: „Die rote Kappe“. Nie gehört, aber zusammen mit dem Stichwort „nackt“ sollte da doch was zu machen sein in den diversen Suchmaschinen! Dachte ich. Doch: Fehlanzeige!

Mittlerweile kannte ich den Originaltitel des schmutzigen Streifens, der da lautete „Hagbard and Signe“ und sich aus den Namen der beiden Hauptfiguren ergab. Wie im Puzzlespiel setzte ich vor meinem geistigen Auge die Informationen zusammen, plötzlich machte alles Sinn und mir war klar: Diese Signe wird, verdammt nochmal, von Gitte Haenning gespielt! Ich spürte, ich war ganz nah dran. Wusste nur noch nicht, an was. Und in einem (vielleicht den hohen Außentemperaturen geschuldeten) Moment fiebriger Philip-Marlowe-Haftigkeit tippte ich in die Google-Bild-Suche den Begriff „Signe Haenning“ ein – Heureka! Das Rätsel war gelöst, dieser Link offenbart es.

Nichts für schwache Nerven. Also, wenn man auf ein Foto gehofft hat, auf dem was zu erkennen ist… Trotzdem: Für mich ist der Fall hiermit erledigt. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, an wen ich die Rechnung für den Rechercheauftrag schicken darf. Vorerst zieh ich den Hut in die Stirn und trinke noch einen Bourbon auf Eis, Baby!

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