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Archive for 11. Juli 2007

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Die vier größten türkischen Migrantenverbände treten nicht an zum Integrationsgipfel im Kanzleramt. Anscheinend wollen sie die Kanzlerin durch Liebesentzug fertig machen. Sie sind sauer und fühlen sich gezielt diskriminiert durch die neusten Änderungen im Zuwanderungsgesetz, vor allem die Tatsache, dass nachziehende Ehepartner jetzt Deutschkenntnisse von 200-300 Wörtern mitbringen müssen, wenn sie nicht aus den USA, Japan, Australien oder den EU-Staaten kommen. 300 Wörter sind nicht viel, damit kann man schon Kandidat bei Big Brother werden, das geht also auch mit einem IQ unterhalb des gesetzlich geregelten Nachzugsalters.

Die Ausnahmen sind übrigens genau die Länder, für die bisher auch keine Visumspflicht galt. Das ist also keine neu getroffene Türkenhasser-Auswahl von irgendwelchen wild gewordenen Moschee-Gegnern, sondern entspricht der Einschätzung, bei welchen Staatsbürgern erfahrungsgemäß weniger Integrationsbedarf besteht. Klar: Es könnte auch mal einen US-Mormonen geben, der seine zwangsverheiratete Siebtfrau ohne messbaren deutschen Wortschatz aus Utah nachholen will. Ist aber selten.

Wer jetzt sagt „Wenn ihr dieses Gesetz nicht zurücknehmt, dann setzen wir uns nicht an einen Tisch mit euch“, will Kuhhandel betreiben wo andere Demokratie betreiben. Noch werden Gesetze bei uns von den gewählten Mehrheiten beschlossen und nicht von den chronisch beleidigten Leberwürsten. Wer in der Demokratie mitmischen will, darf sich kein übertriebenes Ehrgefühl leisten, Ehre ist keine politische Kategorie, allerspätestens seit Barschels Ehrenwort. Also: Ran an den Tisch!

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