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Archive for 4. Juni 2007

Kein Wunder

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Die Fussball-WM (Fifa-Schreibweise!) war letzten Endes einfach nur Fußball (Duden-Schreibweise!). Jedenfalls kein Wirtschaftswunder. Höchstens für die Fähnchen-Hersteller, die konnten aus dem vielen Wind um Nichts ein gutes Geschäft machen und liegen wahrscheinlich schon seit einem Dreivierteljahr feist in der Karibik am Strand. Der Einzelhandel hat sich im Nachhinein gewundert, dass die WM-Touristen aus aller Welt nur zum Fußballgucken gekommen waren und nicht zum Einkaufen. Man hatte wohl vergessen, dass die zu Hause auch Läden haben. Und die Einheimischen haben die überfüllten Innenstädte natürlich nur zum Public Viewing aufgesucht und sich ein Public Shopping verkniffen.

Vorsichtige Schätzungen besagen, dass das erwartete Jobwunder sich auf ganze 10.000 befristete Teilzeitjobs belaufen habe, das ist so wenig Wunder, dafür würde nicht mal der Papst heiliggesprochen. Selbst der angebliche WM-Baby-Boom soll doch nur ausgesprochen vereinzelt messbar sein, überwiegend ist der deutsche Mann in Fußball-Feierlaune eher der Erotik des Frischgezapften erlegen.

Gut: Die Stimmung war kurz vor schön. Und wir haben gelernt, dass selbst wir Jammerlappen irgendwie motivierbar sind. Dafür haben wir einen Goleo und einen Klinsmann verschlissen, geht klar. Der Markt regelt eben wirklich alles: Wenn das Geschäft nur schlecht genug läuft, siegt im Endeffekt doch noch mal der sportliche Gedanke. Das ist mehr Wunder, als zu erwarten war. Und Duden siegt über Fifa mit 3:1.

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