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Archive for 1. Juni 2007

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Sie hat mit ihm geredet wie mit einem kleinen Kind. Sie hat ihn zum Barbecue eingeladen. Sie hat sich von ihm Komplimente machen und den Nacken massieren lassen. Und jetzt sollte es doch endlich konkret werden, sie fragt: „Kommst du noch auf nen Kaffee mit hoch?“. Und was antwortet er? „Ja klar, lass uns das machen, in anderthalb Jahren, und ich bring dann auch noch ein paar neue Leute mit!“. Da ist aber Stimmung im Treppenhaus!

Genauso geht es jetzt Angela Merkel. Bush will keine konkreten Ziele jetzt, sondern lieber unkonkrete Ziele später, wenn er eh die längste Zeit Präsident gewesen ist. „Ich sehe durchaus Bewegung in der der ganzen Sache“, sagt die Kanzlerin und spricht dabei vorsichtshalber nicht über die Richtung. Denn immerhin „haben wir jetzt einen gemeinsamen Grund, auf dem wir agieren“, will meinen: George Bush hat endlich zum Glauben gefunden. Zum Glauben, dass die Erderwärmung existiert und der Mensch etwas dagegen tun kann. Das ist der „Grund“, der gemeinsame Boden unter ihren Füßen. Klingt sehr sandig, da würde ich nicht drauf bauen wollen. Und auch nicht diskutieren, ob die Erde sich als Kugel oder Scheibe erwärmt.

Toll: Wenn sie jetzt in Heiligendamm nix beschließen, kann die Kanzlerin direkt in den Vorfreude-Modus umschalten. Weil in 18 Monate hat George ja Ziele. Das nenne ich Scheitern auf hohem visionären Niveau. Was tun? Den Sicherheitszaun noch einen Meter aufstocken? Oder weitermachen mit ihren erfolgreichen drei „G“: Gerede, Gegrabbel und Gegrille? Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken. Wirklich nicht.

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