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Archive for 27. Mai 2007

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Adolf fühlt sich diskriminiert. Er und seine Leute würden in Deutschland nicht akzeptiert und stünden vor „völlig unnötigen Hindernissen bei der beruflichen Eingliederung“, sagt Adolf. Ja, es gäbe Probleme mit der männlichen Jugend, gibt Adolf zu, aber die wolle man versuchen, mit der Landsmannschaft zu lösen. Einen weiteren Zuzug seiner Leute, so Adolf, habe man durch „eine Überbetonung der Sprachkenntnisse“ praktisch gestoppt. Damit werde eine Volksgruppe, die nach dem zweiten Weltkrieg nicht zu ihrem Deutschtum habe stehen dürfen, erneut bestraft.

Ach so: Adolf heißt mit vollem Namen Adolf Fetsch und ist der Vorsitzende der Landsmannschaft der Russlanddeutschen. Jahrgang 1940. Klingt so, als hätten seine Eltern zumindest bei der Namensgebung noch voll zum Deutschtum stehen dürfen.

Wie auch die vom volkstümelnden Andy Borg. Der heißt mit bürgerlichem Namen Adolf Meyer. Was muss das für eine Kindheit sein, wenn deine Eltern dich noch im Jahr 1961 auf den Namen Adolf taufen, da kannst du später eigentlich nur Terrorist werden – oder Stadelmoderator. Was bin ich meinen Eltern dankbar, dass sie sich im Herbst 68 nicht sonderlich zum Deutschtum bekannt haben!

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