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Archive for 13. Mai 2007

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Vielen Dank für die herrlichen Buchvorschläge. Wenn Angela hier jemals vorbeisurft, wird sie sich reich beschenkt fühlen! Vielleicht räumt sie sich im Bücherregal einen Meter frei für die Honigbrot-Bibliothek. Vielleicht auch nicht. Mir hat der Wettbewerb riesig Spaß gemacht, toll wieviel Gedanken Ihr Euch gemacht habt, alles für die Kanzlerin und unser Land. Irgendwann werd ich mal wieder eine ähnliche Aktion starten, versprochen!

Ich persönlich hab natürlich unter Euren Vorschlägen keinen Favoriten, deshalb hat das Los völlig eigenmächtig entschieden, wer den ausgeschriebenen Preis erhalten soll. Es ist, tataaaa: Myriel! Glückwunsch!

Gewonnen hast Du eine nagelneue Ausgabe des Buchs „Eigenes Konto“ vom leider völlig zu Unrecht verstorbenen Matthias Beltz. Begründung: Er fehlt! Und wenn Du beim Kommentieren Deine Mailadresse korrekt angegeben hast, mail ich Dich umgehend an, um zu erfahren, wo Dein analoger Briefkasten steht.

The Winner is

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Dessau ist zweimal auf der Liste des Kultur-Welterbes der UNESCO, einmal wegen Bauhaus-Architektur und einmal wegen seinen Landschaftsparks. Auch auf der Welt-Unkultur-Liste, so es sie gäbe, läge man gut im Rennen, aktuell wegen dem Polizeidirektor Hans-Christoph Glombitza. Dem sind jetzt schon drei bekanntermaßen kompetente Mitarbeiter weggelaufen oder versetzt worden, die im Staatsschutz gegen die rechtsextreme Szene tätig waren.

Vielleicht ist also wirklich was dran an dem, was ihm jetzt im Gedächtnisprotokoll eines Gesprächs vorgeworfen wird. Dessau hatte 2006 den Rekord im Anstieg rechter Gewalttaten, eine satte Steigerungsrate von 60% auf 392 (erfasste!) Vorfälle. Das sind so viele, dass der Polizeidirektor intern angemerkt hat, dass man ja „nicht alles sehen müsse“. Gefragt, ob der damit anregen wolle, einfach nicht mehr alle Straftaten zu erfassen, soll er geantwortet haben, „man können einen Bericht ja auch langsamer schreiben“. Dabei soll der bitte-rechts-freundliche Scherzkeks pantomimisch das Tippen im Zweifinger-Suchsystem angedeutet haben.

Durch zu viele Ermittlungen werde „das Sicherheitsgefühl der Bürger empfindlich gestört und das Ansehen des Landes nachhaltig geschädigt“. Dafür braucht es gar keine Nazis, das schafft man wahrscheinlich auch mit einem Glombitza. Das Innenministerium prüft den Vorfall. Man kann nur hoffen, dass die ihre Schreibmaschinenkurse immer ordentlich besucht haben.

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