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Archive for 6. April 2007

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Die Friedensbewegung war mal ne große Nummer. Heute gilt sie als nostalgische Special-Interest-Veranstaltung wie Ritterspiele, rhythmische Sportgymnastik oder Manta-Tieferlegen. Ein paar Ostermärsche gibt es auch noch. Gegen den Krieg, wie süß! Dabei gilt es heute doch eher als Kavaliersdelikt, wenn man irgendwo militärisch einmarschiert. Wie Falschparken („Klar, das wird teuer, aber was willst du machen, wenn du in Bagdad in die Innenstadt musst?“).

Was mir aber, wäre ich friedensbewegt, den Rest geben würde, ist das Statement der Grünen-Chefin Claudia Roth, die staats-und-tücher-tragend ganz ober-trutschig in Richtung der Ostermarschierenden gesagt hat: „Der Blick verengt sich zu oft allein auf die pauschale Ablehnung des Militärischen.“ Soll heißen: Keiner schaut mehr auf meine schönen bunten Tücher.

Das ist ja wohl das Letzte, was man einer Friedensbewegung vorwerfen kann, dass sie angesichts von Kampfeinsätzen und Tornados einen starren Blick kriegt. Blöder Satz, der von Frau Roth, ein echtes Killerargument. Sie hat eben mittlerweile ein entspannteres Verhältnis zu Schusswaffe. Wie hat es der völlig zu Unrecht verstorbene Robert Gernhardt oft und gern verwechselte F.W. Bernstein gesagt? „Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche“! Genau. In der Arktis beginnt grade mal wieder das Robbenschlachten. Aber das Elcheschlachten bei den Grünen, das sieht nicht viel besser aus.

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