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Archive for 5. April 2007

Voll auf die Hupen!

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In Naugatuck, Connecticut (ein Ortsname der ausgesprochen klingt wie ein Dieselmotor, oder?), tobt der Kampf des Guten gegen das Böse. Photo-Laden gegen Tattoo-Studio. Ersterer gehört einer Frau, die in ihrem Geschäft ein Dokument an der Wand hängen hat, das Jesus als ihren Geschäftspartner ausgibt. Und weil sie davon ausgeht, dass er Hupen mag, hat sie ein Schild an die Straße gestellt mit der Aufschrift: „Ostern: Hupen für Christus“. Schöne Idee, viele Menschen finden, dass Autohupen eh das akustische Pendant zur Kreuzigung sind. Kann natürlich sein, dass so ein Signal missverstanden wird und der eine oder andere vor Scheck das Steuer verreißt. Vielleicht hätte man auf Schild schreiben können: „Ostern: Auffahrunfälle für Christus“, das wär spirituell ungefähr aufs Selbe hinausgekommen.

Und jetzt kommt der Anti-Christ und reißt mal wieder den besseren Witz: Der gegenüberliegende Tätowierer hat daraufhin auch ein Schild rausgestellt, aber mit der Aufschrift „Zweimal Hupen für den Teufel!“. Jetzt wird es unübersichtlich. Woher will ich wissen, dass der Typ mit dem „Jesus an Bord“-Aufkleber am Heck nicht bloß zweimal christlich gehupt hat, weil „Viel hilft viel“? Nachher stapeln sich auf der Straße die Unfallwagen und alle Beteiligen stehen wild diskutierend daneben: die Ladenbesitzer, die Autobesitzer, Jesus und der Leibhaftige. Das wäre mal lebendiger Glaube gewesen. Und dann hätte Jesus sich Abzüge von seinen gleichnamigen Bildchen machen lassen und der Teufel hätte sich Hupen tätowieren lassen, diesmal aber richtige. Aber nein, die Gemeinde hat beide Schilder entfernen lassen. Bürokraten, unspirituelle.

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