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Archive for 16. März 2007

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Am 25.3. lädt die evangelische Kirche in Dortmund zu einem Gottesdienst im Fitnessstudio ein. Das ist konsequent. Viele glauben an ihren Körper, beten ihn an, oder zweifeln an ihrer Figur. Auch Madonna ist zuletzt im Aerobic-Outfit gesehen worden. Und hat mit dieser Art der Erscheinung viele in eine spirituelle Krise geworfen.

Die Veranstaltung soll „einen Kabarett-Teil, eine Interview-Predigt und ein Gebet in einem Trainingsgerät umfassen“. Aua. Ein Vaterunser auf dem Crosstrainer? Normal! Fitnessstudios sind traditionell die Orte mit dem höchsten Aufkommen an Stoßgebeten. Wollte man ketzerisch sein, würde man fragen: Und wann auch sonst wäre ein Betender dem Leiden Christi näher als auf Trizepstrainer? Trainiert der Pfarrer schon, damit er das Gebet ohne großes Schwitzen und Stöhnen hinkriegt? Oder geht es grade darum? Die Mühseligen und Beladenen mit dem Jahresabo und im Schweiße ihres Stirnbands?

Fragen über Fragen. Wer mehr wissen will, für den gilt auch hier der olympische Gedanke: Dabeisein ist alles. Nicht-olympischer Nebengedanke: Muss die Kirche denn überall hin? In die Muckibude, in die Pommesbude, in den Puff? Schön wäre es, wenn man  sicher sein könnte, wo man sie findet, wenn man sie braucht. Nicht, dass da nur ein Schild am Portal hängt mit der Aufschrift: „Wir sind grade für sie unterwegs“.

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