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Archive for 11. März 2007

Wetter-Shopping

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Die Firma Nestlé sorgt nicht nur mit ihrer Suppenwürze „Maggi“ für gute Laune, sondern neuerdings auch mit einem Hochdruckgebiet. Wiedenndasdenn? Also: Die Suppenkasper haben mehr Geld als die Freie Universität Berlin (und ne gute Werbeagentur, die den Coup eingefädelt hat!). Die FU ist so klamm, dass sie ihre Wetterbeobachtung kaum aufrecht erhalten kann. Also braucht sie Geld, quasi Wetter-Kröten. Und erfindet daher die sogenannte Wetterpatenschaft.

Wenn man flott und flüssig genug ist, kann man z.B. bei Ebay ein Hoch- oder Tiefdruckgebiet ersteigern. Genau genommen nur den Namen, wer gehofft hat, er könnte dadurch seinen Laubsauger ersetzen, irrt. Der Name muss aber ein anerkannter Vorname sein. „Fit-Fun-Sonnenstudio“ geht nicht. Aber Maggi. Weil das kann man wie Mäggie ausssprechen, das geht als Name grad noch so durch. Und liest sich auf der Wetterkarte aber astrein als Suppendings. Und weil es ein Hochdruckgebiet ist und die Stimmung so frühlingshaft gut, denkt dann so mancher bei der Wettervorhersage: „Stimmt, meine Suppe war in letzter Zeit etwas lasch, da kommt künftig was rein, und jetzt weiß auch auch wieder, wie es heißt.“

Tiefdruckgebiete sind natürlich nicht so doll geeignet für Werbung, aber wer Lust hat, könnte eines nach seiner Schwiegermutter oder Exfreundin benennen. Oder nach Eva Herman. Wie wird das wohl weiter gehen? Laue Lüfte und knospende Blüten mit „Angela“, „Nike“ oder „Mercedes“?  Mal ganz abgesehen von den Tiefs „Edmund“ oder „Benedikt“. Alle reden vom Wetter – wir auch!

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