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Archive for 1. März 2007

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Eva Herman, dieses Muttertier mit journalistischem Nebenerwerb, veröffentlicht wieder ein neues Buch. Eigentlich ein Wunder, dass sie noch schreibt. Sie war doch schon kurz davor, herauszufinden, dass Lesen und Schreiben Frauen von ihrer Weiblichkeit entfremdet.

Als wäre der leibhaftige Bischof Mixa in sie gefahren, schildert sie Kinderkrippen als eine Art pädagogisches Guantanamo, das den Kindern die Mutter entreißt und den Müttern ihre identitätsstiftende singende, springende Leibesfurcht. Das Buch heißt „Liebe Eva Herman“. Einerseits weil Eva lieb gehabt werden will. Andererseits weil sie darin Leserbriefe veröffentlicht, die sie nach ihrer ersten schwarzen Mutter-Messe erreicht haben.

Höhepunkt muss die Schilderung einer kinderlosen, im Job mürbe gemobbten 45-jährigen Single-Frau sein, die mit einer Freundin nach Jahren ENDLICH mal in der Küche steht und einen Apfelkuchen bäckt. Und dabei quasi multiple Weiblichkeits-Orgasmen hat. Feststellt, dass sie ihr Leben am liebsten dem Apfelkuchen und apfelkuchenessenden Mann und Kindern gewidmet hätte. Soviel Apfelkuchen könnte ich auch als Mann gar nicht essen, wie ich da kotzen möchte. Auch im Damenprogramm des Lebens gilt: Wenn Eva dir einen Apfel anbietet, dann solltest du laufen. Und nicht den Teig anrühren. Am Ende bist du selbst einfach nur eine Torte.

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