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Archive for the ‘weltweit’ Category

Heilige Spaßbremse!

In Washington haben die Fundamentalisten, die christlichen, ein Ausstellungsstück aus einer Kunstausstellung entfernen lassen. Weil es einen etwas verstörenden Jesus gezeigt hat, über den Ameisen gekrabbelt sind. Wie labil muss so ein Fundamentalist in seinem Innersten wohl sein, wenn er Angst hat, ein paar Insekten könnten seine Religion beschädigen?

Das sind Schneewittchenreligionen, die tot im Glassarg liegen. Und die man nur mit Ehrfurcht und Mundschutz ausüben darf, weil sie so gefährlich und diffizil sind wie die reinste Gehirnchirurgie.

Ich würde gerne in einer Welt leben, in der man mit Katholiken Papstwitze reißen und mit Muslimen über Mohammedkarikaturen schmunzeln kann. Denn wirklich bei Gott sind wir Menschen erst, wenn wir über das, was uns heilig ist, auch lachen können. So, das war dann jetzt mein Wort zum Sonntag.

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Rainer Brüderle erweckt ja nicht nur in seiner Eigenschaft als Wirtschaftsminister konsequent den Eindruck launiger Minderkompetenz. Jetzt hat er seine unverminderten Sicherheitsabstand zu jedweder Form von Altersweisheit auch beim Thema WikiLeaks dokumentiert. Die dort zu Tage tretende Sammelwut habe ihn an die Stasi erinnert, sagt er. Irgendjemand hätte ihn mal drauf hinweisen sollen, dass diese Informationen von den amerikanischen Botschaftern gesammelt worden sind.

Außerdem findet Brüderle, WikiLeaks habe gezeigt, dass es im Internet riesige Sicherheitslücken gebe. Rainer! Die Dokumente sind doch Washington nicht rausgerutscht, weil sie kein Virenschutzprogramm hatten oder aus Versehen auf gefährliche Schmuddelseiten geklickt haben. Nochmal einfach für dich: Da hat einer der Ami-Stasi die Unterlagen gemopst und sie im worldwide Käsblatt veröffentlicht. Deswegen musst du jetzt aber nicht das Internet schließen lassen.

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Dieses Jahr gibt es keinen Adventskalender, dieses Jahr gibt es WikiLeaks. Jeden Tag eine neue Überraschung. Jetzt gibt es Dokumente, die zeigen, dass Steinmeier vor der letzten Bundestagswahl rumgejammert hat, dass er gegen Teflon-Merkel keine Chance hatte. Er hätte es machen sollen wie Gottschalk: konsequent abbrechen, wenn es nicht mehr lustig ist.

Der FDP-Maulwurf ist inzwischen enttarnt und leider redet keiner mehr darüber, dass Guttenberg eigentlich die größte Tratschtante war. Jetzt gibt es eine Liste mit Orten, die die USA als ihre verwundbarsten Stellen empfindet, zum Beispiel die BASF in Ludwigshafen und die Insel Sylt. Bald kommt raus, dass Daniela Katzenberger eine von Al Qaida gezielt dort platzierte Sexbombe ist.

Diverse Zeitungen hatten schon berichtet, dass es bei WikiLeaks auch massenweise Berichte über UFOs gäbe, dabei hat Julian Assange nur erzählt, wie viele Deppen ihn mit selbst gebastelten UFO-Unterlagen zuschütten. Ich würd mich aber auch nicht wundern, wenn demnächst Gesprächsprotokolle vorliegen, in denen die Außerirdischen George Bush erklärt haben, dass sie die Erde nicht angreifen wollen, weil der Planet einfach unter ihrem Niveau ist.

Wenn die WikiLeaks-Leute ein Problem haben, dann ist es die Flut an Informationen, auf der sie sitzen. Sobald die Menschen sich nach einem einfachen Adventskalender zurücksehnen, ist der Wahrheit damit kein bisschen gedient.

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Angie ist die Teflon-Merkel, Oettinger eine entsorgte lahme Ente, Niebel eine schräge Wahl, Seehofer unberechenbar und Westerwelle kein Genscher. Schön, zu lesen, dass die US-Botschafter ein doch ziemlich zutreffendes Weltbild haben. Ansonsten sind diese Erkenntnisse nicht sonderlich brisant, da hätte Washington auch einfach Urban Priol fragen können.

Spannend sind zwei Details, von denen eines zur Zeit in der Berichterstattung deutscher Medien gerne unter den Tisch fallen gelassen wird. Klar ist es interessant, dass irgendein FDP-Maulwurf hochengagiert der amerikanischen Botschaft aus den Koalitionsverhandlungen berichtet hat. Das ist ja fast eine klitzekleine Spionageaffäre.

Viel doller ist doch aber die Tatsache, dass der jetzt US-behördlich ausgewiesene Amerikafreund Guttenberg dem großen Bruder erzählt, die Kanzlerin könne sich wirtschaftspolitisch schlecht durchsetzen und der Vizekanzler habe eigentlich keine Truppen aufstocken wollen. Gutti ist neTransatlantikpetze und Strebersau. Wahrscheinlich wird unser künftiger Kanzler heute schon im Pentagon als IM “Pomade” geführt. Das ist der wirkliche Skandal, der an seinen Beliebtheitswerten so gefährlich knabbern könnte wie einst George Bush an seinen Salzbrezeln.

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Jetzt haben sie also in Südafrika etwas im Flugzeuggepäck gefunden, was aussah wie eine mögliche Bombe. Und die Geheimdienste gehen davon aus, dass die bestimmt auf dem Weg zum nächstbesten deutschen Weihnachtsmarkt war. So, wie sie auch wissen, dass über 100 deutsche Schläfer nur auf den Weckruf warten. Und dass vier hochgradige Gefährder frisch eingereist sind. Mir persönlich ist das eine etwas zu dubiose Mischung aus Alarm und “nichts Genaues weiß man nicht”.

Und warum jetzt die Innenminister über Vorratsdatenspeicherung reden, weiß ich auch nicht. Als könnten sie durch die Einsicht in Anruflisten Bomben entschärfen und Schläfer zum Durchschlafen bringen. Praktisch: Der Terrorist macht “Buh” und wir schaffen unsere Freiheit selbst ab. Dafür müssten uns im Himmel eigentlich auch noch 2-3 Jungfrauen zustehen. Ich sage nicht, dass es keine Gefahr gibt. Ich finde bloß, dass sie nicht größer geworden ist, seit die Al Qaidas eine neue Waffe entdeckt haben: Die Post.

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Treue Leser wissen, wie sehr ich Bettel-SPAM liebe. Irgendwann mach ich damit mal eine Lesung. Heute erreichte mich folgende sprachliche Verrenkung:

“Guten Tag,
Ich glaube, Sie sind eine hoch angesehene Persönlichkeit, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ich dein Profil stammen von den Völkern auf der Suche Datenbank web. Ich habe einen Vorschlag für you.
This ist jedoch nicht zwingend, noch werde ich in irgendeiner Art und Weise dich zwingen, gegen die Ehre Ihrer wird, aber ich hoffe, Sie werden am lesen und betrachten den Wert biete ich.
Ich habe einen geschäftlichen Vorschlag in Höhe von 19,5M US übertragen werden zu einem Offshore-Konto mit Ihrem assistace wenn bereit.
Ich freue mich von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen,Mr. Song Lile.”

Hier jetzt meine Antwort als offener Brief:

Tach! Ich glaube, Sie sind eine kleine Wurm ohne Profil und Datenbank. Ich habe eine Korb für you. This is very zwingend! Es geht gegen meine Ehre, zu lesen und betrachten ihre Vorschlag! Ich bin nicht bereit für ihre Suche nach Offshore-Völkern, die ihnen assistance geben in irgendeine Art und Weise! Ich würde mich freuen, Ihren Übersetzer sterben zu sehen, mit 19,5M Grüßen, Mr Fred.

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Human Touch

Beim iPhone-Hersteller Foxconn in China kam es ja in den letzten Monaten zu einer Selbstmordreihe. Weil dort die Arbeiter in engen Siedlungen zusammengepfercht werden, Unmengen Überstunden machen, gegängelt, gedrillt und schlecht bezahlt werden, bis sie mit Fenstersimsen und Schwerkraft experimentieren.

Spätestens seit Olympia weiß man ja, wie China die perfekte Inszenierung beherrscht. Und in genau diesem Stil veranstaltet Foxconn jetzt Aufmärsche mit Tausenden von Mitarbeitern, die Kostüme und rote Plastikherzen tragen und gemeinsam Slogans wie “Schätze dein Leben, liebe deine Familie” skandieren. Klingt ein bisschen wie die ungute Mischung aus Walt Disney und Leni Riefenstahl. Die nächsten Arbeiter, die sich dem Asphalt entgegen werfen, werden es wohl in albernen Motivations-T-Shirts tun und dabei mechanisch lächeln und winken.

Es wird Zeit für eine neue iPhone-App, die dir genau anzeigt, wie viel Blut aktuell umgerechnet an deinem Touchscreen hängt. Und Apple muss aufpassen, dass es nicht zum KIK der Kommunikationsbranche wird.

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