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Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Schockschwerenot!

Freunde, Gönner, Leser!

Ich sag es mal ganz direkt: Blog ist aus!

Ui. Und jetzt kommt das schwarze Loch, in das Ihr fallen werdet – bitte heulen und zähneklappern Sie jetzt:

Heute greift mein seit längerem gehegter Plan, das Blog nach exakt 4 Jahren und geschlagenen 1466 Einträgen zu beenden. Mit einem weinenden Auge natürlich. Keine Angst: Mir geht es gut! Ich habe keine depressive Phase und bin auch nicht von Außerirdischen entführt worden. Dennoch werden die Stammleser sich jetzt, äh, einen neuen Stamm suchen müssen.

Warum? Weil man immer aufhören soll, wenn man am schönsten ist. Oder wie das heißt. Als Kreativer sollte man hin und wieder seine Arbeitsweise ändern, das ist wichtig. Ich hab den täglichen Schreibdruck hier sehr genossen und dabei effektiv gelernt, auf Knopfdruck was „rauszuhauen“, was oft nach dem Tippen des letzten Buchstabens sogar besser aussah, als beim ersten Buchstaben noch befürchtet.

Dennoch habe ich inzwischen das Gefühl, dass mir bei der täglichen Suche nach verwertbarem Kleinkram irgendwann der Blick für´s Große und Ganze verloren geht. In den letzten 4 Jahren hab ich wie ein Schmetterlingssammler im Dauerbetrieb Fundstücke gepresst und ins Album geklebt, jetzt will ich wieder mehr auf Großwildjagd gehen.

Außerdem hat sich meine „Karriere“ erfreulicherweise so entwickelt, dass ich sagen kann: Den Hormuth gibt es künftig eben nur noch (und immer mehr) auf der Bühne. Wer weiterhin wissen will, was ich denke und über was ich mich wie ärgere, der muss einen meiner Auftritte besuchen. Und danach stehen wir bei einem Bier im Foyer und schwärmen wie die Veteranen vom Krieg Honigbrot-Blog. Das wird auch schön!

Wer unbedingt will, kann mir künftig auf Facebook folgen, wo ich einen täglichen Satz veröffentliche, den „Kaffee-Satz“. Nein, Facebook ist nicht schlimm, wenn man da nicht seine Suff-Fotos intimsten Daten reinstellt und vor allem der Versuchung widersteht, all die bunten Spielchen anzuklicken, die einem „Freunde“ anbieten.

Die 4 Jahre waren ein Fest. Auch wenn ich zugeben muss, dass der meistgelesene Artikel natürlich „Gitte Haenning nackt“ gewesen ist… Aber so ist das Internet. Du suchst die Weltformel und am Ende kriegst du doch wieder nur Titten. Zum Glück mögen viele beides.

Danke an alle, die regelmäßig mitgelesen und kommentiert haben! In 10 Jahren machen wir ein Klassentreffen, oder? Sehen wir das Ganze nicht als Abschied, sondern als Transformation. Wir betreten die nächste Stufe, wir verlassen den Kokon. Ich geh auf die Bühne und Ihr werdet Publikum. Wäre das nicht eine tolle Perspektive? Desmond aus „LOST“ würde sagen: „See you in another life, brother!“.

Und jetzt guten Rutsch!
Verbeugung!
Frederic

P.S.:

Stay tuned at www.frederic-hormuth.de
oder Facebook

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Der Fußball-Nationalmannschaft scheint es schlechter zu gehen, als ich Laie bisher geahnt hatte. Denn jetzt war doch tatsächlich Reinhold Messner im Trainingscamp für ein Motivation-Referat zu Gast.

Warum Messner? Weil er sich mit verdammt dünner Luft auskennt? Weil er den Yeti gesehen hat oder weil der Berg ruft? Spieler Holger Badstuber zum Vortrag des Exkletterers: “Es war schon ein bisschen nachvollziehbar”. Da hätte ich ja mehr Verständnis erwartet, wo Messners Bücher so Titel tragen wie “Leben am Limit”, “Die Wüste in mir” oder vor allem “Arena der Einsamkeit”.

Eines der ersten Zitate, dass ich von diesem Motivator gefunden habe, lautete denn auch: “Das Fast-Sterben und dann überlebt haben ist das Stärkste, was wir spüren können”. Da wird es für die Verletzungs-gebeutelte Mannschaft noch einiges zu spüren geben…

Bin schon gespannt, welche Promis als nächstes im Trinaingscamp vorbeischauen. Vielleicht Detlef D! Soost auf ein herzliches “Pampampam!” oder Steffi Graf mit einer großen Schüssel Barilla-Nudeln.

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“Wir machen den Weg frei – Bundeswehr”, so ähnlich lässt sich zusammenfassen, was der oberste Grüßonkel Hotte Köhler jetzt dem Deutschlandfunk laut ins Mikro gedacht hat:

“Meine Einschätzung ist aber, dass wir insgesamt auf dem Weg sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung auch wissen muss, dass im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren”. Heißt: Warnung vor dem schießwütigen Exportweltmeister!

Nach dem Aufschrei der Opposition und dem vernehmlich lauten Schlucken der Union hat Köhler jetzt feststellen lassen, er habe hierbei natürlich nicht von Afghanistan gesprochen. Mit ist das eigentlich egal. Ich finde es verräterisch, wie der Präsident sich darüber freut, dass die “Breite Gesellschaft” (und damit meint er wohl nicht das Publikum vom Musikantenstadl) langsam auch kapiert, was die politische Elite seit Jahren unausgesprochen praktiziert: Den totalen Wirtschaftskrieg a la “Seit 5:45 wird zurückexportiert! Und wenn euch das nicht passt, ist Polen offen!”

Es ist nun offizielles Herrschaftswissen, dass die Wirtschaft nicht nur die Gesetze macht, sondern auch die Toten. Kein Wunder, dass einer wie Roland Koch endlich da hin will. Wo er noch was bewirken kann. Und dass einer wie Köhler, der von dort her kam und jetzt als Politiker nichts mehr bewirken kann, gefrustet aus dem Nähkästchen plaudert.

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“Wir sind ein Planet, der Lärm produziert”, sagt André Maeder. Der Astrophysiker weist damit mal wieder auf die Tatsache hin, dass Außerirdische noch in hunderten von Lichtjahren Entfernung unser Fernsehprogramm sehen könnten. Kein Wunder, dass sie nicht landen wollen.

Und wenn, dann kommen sie bestimmt, um mit den Klobrillen zu sprechen. Denn leider sehen sie nicht nur Arte und Phoenix. “Hunderte von Lichtjahre” bedeutet auch, dass jede verdammt Folge GZSZ, jedes elende Musikantenstadl und jedes einzelne European-Songcontest-Trickkleid sich nicht einfach “versendet”, sondern als mediale Abschreckungswaffe mit Langzeitwirkung ewig durchs All wabert. Auf diese Weise wird auch Gottschalk schon mehrfach die Erde gerettet haben.

Immer wenn ich künftig durch Programm zappe und bei Frauentausch, Bohlen oder im MDR lande, wird mich ein großes Gefühl von Sicherheit und Dankbarkeit erfüllen. Ihr Frontschweine in den Sendeanstalten, ihr macht einen Drecksjob, aber ihr macht ihn für uns!

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WM ohne Ballack, Kirche ohne Mixa und Hessen ohne Koch – das Zeitalter der zweiten Reihe ist angebrochen. “Politik ist nicht mein Leben”, hat Koch gesagt und es klang ein wenig wie ein Boxer, der behauptet, er wolle sich ja nicht schlagen.

Was haben wir Koch als Feinbild gehegt, gepflegt und gebraucht. Und jetzt steigt er einfach aus und macht einen auf Wirtschaftsflüchtling. Da ist er ein echter Profi und hat seinen Marktwert stets im Auge. Noch mal Ministerpräsident wär er wohl nicht geworden und die Kanzlerin hat ihn jobtechnisch hochachtungsvoll am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Der Aufschwung Koch war vorbei.

Seine CDU kann noch dreieinhalb Jahre in Hessen vor sich hinregieren und Roland steht da als der, der loslassen kann. Bevor er dann die Gelegenheit am Schopfe packt. Mal schauen, bei welchem Energieversorger er so unterkommt.

Für die Kanzlerin ist der Abgang ihres Vizeparteivorsitzenden ein Verlust. Ohne den hessischen Springteufel, der zuverlässig aus der rechten Ecke geschossen kam, wird es künftig schwer, dem konservativen Parteiflügel bei Laune zu halten.

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Gestern hab ich ja endlich mal “Avatar” nachgearbeitet, beziehungsweise geguckt. In 2D, aber auf einem großen Fernseher. Das ist natürlich ungefähr so, wie wenn man Wagners Ring auf einem Radiowecker hört, aber dennoch aufschlussreich.

Schon grotesk, dass der dreidimensionalste Film des Jahres gleichzeitig auch einer der plattesten ist. Das Überraschendste, was passiert, ist, dass der Film einfach nicht aufhören will. Ich meine: Blaue Figuren dabei beobachten, wie sie vor bunten Hintergründen eins mit der Natur werden, das konnte man immer schon, indem man sich bekifft die Schlümpfe anschaut.

Offenbar hat der 3D-Effekt eine betäubende Wirkung auf das Gehirn. Mit so einer Brille auf dem Kopf würde wahrscheinlch auch ein Tuschkasten tiefsinnig und hochemotional wirken. Erst in 2D schaut man wirklich hinter diesen Film, der nichts weiter ist als ein kitischiger Öko-Eso-Hightech-Porno.

Ja, Porno: Schwache Handlung, schlechte Dialoge, komische Farben. Hauptsache es geht zur Sache und die Bilder sind geil. Eine Mischung aus “Blaue Lagune”, Streichelzoo und Zimtlatschen. Nur mit mehr Explosionen. Und wenn ich mal sehen will, wie mir eindrucksvoll was entgegen geflogen kommt, dann geh ich zum Griechen und sag beim Bezahlen: “Die Rechnung geht auf den IWF!”

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Die sogenannten Sondierungsgespräche nach der NRW-Wahl sind geplatzt. Weil die SPD entweder eine ausgewachsene Sozialismusphobie hat, oder in erster Linie daran arbeitet, die Politikfähigkeit der Linken zu dementieren. In den Gesprächen ist es angeblich die ersten zweieinhalb Stunden nur um die DDR gegangen. Im Jahr 2010. In Nordrhein-Westfahlen.

Vermutlich sollten dabei die Verteter der Linken sich “Die DDR war ein Unrechtsstaat” auf die Stirn tätowieren lassen, im Kreis laufen und sich dabei mit einem Honecker-Bild den Kopf blutig schlagen sowie kolletkiv auf eine Hammer-Zirkel-und-Ehrenkranz-Fahne urinieren.

Jedenfalls behautet der Linke-Landeschef Zimmermann, er hätte schon nach einer Stunde sagen sollen: “Ihr tickt doch nicht ganz richtig”. DDR-Exorzismus ist ja genau das, was NRW im Moment am meisten gefehlt hat.

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Seltsamer Tag heute. Erst stehe ich im Supermarkt vorm Regal, um Kakaopulver zu suchen, das ich für mein morgiges High-End-Tiramisu brauche. Da spricht mich eine Dame an, die offenbar mein Tiramisugesicht erkannt hat:

“Sagen sie mal, Tiramisu, das ist doch mit Mandeln, oder?” “Naja, mit Mandellikör, genau genommen”, antworte ich. “Oh”, meint sie, “Ich mach es doch für die Kinder”. Ich: “Die andere Hälfte wäre dann auch noch Espresso. Das ist dann ja auch nicht so ideal.” Sie enttäuscht: “Oh!” Ich großzügig: “Ach, was soll´s. Espresso, Amaretto und ne Zigarre dazu, dann passt das!” Lachend verschwindet die Frau hinter dem nächsten Regal.

Später zu Hause steh ich im hochsommerlichen Garten und übe mich in Extreme-Multitasking. Einerseits versuche ich, den größenwahnsinnigen Flieder, der anscheinend von unserem kleinen Garten aus die Weltherrschaft übernehmen will, zurechtzuschneiden.

Andererseits denke ich, während ich mir einen Sonnenbrand hole, über die Aufgabe nach, die ich noch diese Woche erledigen soll: Nämlich eine Weihnachtsgeschichte zu schreiben. Für eine CD, die rechtzeitig in den Handel soll. So rechtzeitig, dass ich jetzt bei 25 Grad, mit der Heckenschere in der Hand, “Leise rieselt der Schnee” summe, um wenigstens etwas in vorweihnachtliche Dichter-Stimmung zu geraten. Ich möchte nicht wissen, was die Nachbarn denken. Na, dann kann es ja Pfingsten werden.

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Es ist eine Katastrophe in der Katastrophe. Während BP seit 5 Wochen am Meeresboden in der Ölquelle rumstochert, legt der Konzern über Wasser ein Krisenmanagement an den Tag, gegen das ist Angela Merkel Superwoman und der Euro gerettet.

2,2 Millionen Liter der Chemikalie “Corexit” hat man versprüht, um die Ölpest in den Griff zu kriegen. Ein Mittel, das laut BP-Manager Bob Dudley “im Prinzip so harmlos wie Spülmittel ist”. Bloß, dass jetzt die ersten Helfer krank werden, sich wie auf Droge fühlen und aus dem Nichts eine spontane Raucherlunge entwickeln. Versuch das mal mit Spülmittel.

Das Mittel war auch nach der Exxon-Valdez-Katastrophe eingesetzt worden, damals fanden dann Biologen Seelöwen und Otter, denen davon praktisch das Gehirn weggebrannt worden war. Was die Vermutung nahe legt, Bob Dudley habe das Zeug bei sich zu Hause gelagert.

Corexit wird übrigens von der Firma Nalco hergestellt. In deren Aufsichtsrat sitzt BP. Das sind gute Freunde. Und die Aktie von Nalco ist um 10% gestiegen. BP ist die Un-Firma des Jahres. Man sollte anderswo tanken, solange bis der nächste Mineralölkonzern den noch größeren Bockmist verzapft. Ach ja: Raider heißt jetzt Twix und BP ist Aral!

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Na, jetzt kann er ja langsam wieder kommen, der alte Kaiser Wilhelm. Auf dem Weg zur Monarchie ist ein weiterer wichtiger Schritt getan. Nach dem ganzen adeligen Von und Zu auf der Regierungsbank heißt der neue Bundeswehrbeauftragte jetzt Herr Königshaus.

Also werden wir künftig öfters Schlagzeilen lesen wie “Königshaus fordert Leopard-Panzer”. Da wird der eine oder andere “Goldenes Blatt”-Leser genauer hinlesen müssen, ob jetzt der oder das Königshaus sich Gedanken übers Komasaufen in der Ausbildung oder den Rückhalt an der Heimatfront macht.

Der letzte Wehrbeauftragte hieß Robbe, das hatte was von “durch den Schlamm robben”, und trotzdem etwas Verletzliches. Der Königshaus hat jedenfalls Freude am Fuhrpark: “Wer in das Kanonenrohr eines Leopard 2 schaut, der überlegt sich zweimal, ob er eine deutsche Patrouille angreift”. Schneidiger hätt es auch ein Karl-Theodor nicht hingeguttenbergt.

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