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Archive for the ‘Tierwelt’ Category

Ja, die Kanzlerin hat neuerdings einen Stalker. Nein, das hat nichts damit zu tun, dass Frank Walter Steinmeier wieder in Berlin aufgetaucht ist.

Ja, Paul, die WOK (Weltmeisterschafts Orakel Krake), ist tot. Nein, er starb nicht im WOK, sondern im hohen Alter von zweieinhalb.

Ja, die Bildzeitung hat illegalerweise ein Sexvideo mit Otti Fischer aufgekauft. Nein, Stephanie von und zu Guttenberg hat damit nicht auf RTLII versucht, Perverse in eine Falle zu locken.

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Statt Chips

Die Damenwelt kann aufatmen. Endlich gibt es die passende Nahrungsergänzung für faule Göttergatten, die als Couch-Potato keinen Fuß mehr vor die Haustür setzen wollen. Füttern sie einfach das hier zu: „Felix – inhome sensations“.

Extra für „im Haus lebende Stubenracker“. Schon mit ein paar Knabbereinheiten am Tag blühen sie auf und entdecken die kleinen Indoor-Sensationen des heimischen Wohnzimmers, das Abenteuerland zwischen Schrankwand und Flachbildfernseher. Es hilf außerdem gegen Bierbauch („tolle Figur“) und Bauchnabenflusen („weniger Haarballen“). Erst im fortgeschrittenen Stadium empfehlen wir dann „Felix – sound explosions“ für Tagesschnarcher oder „Felix – air surprises“ für Sesselfurzer.

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“Das arme Huhn”, jammert Frau Honigbrot seit zwei Tagen. Das kommt halt davon, wenn man halbwegs ländlich wohnt. Vor unserem Haus dackelt stolziert ein Huhn herum, keiner weiß, wo es herkommt oder hingehört. Es guckt. Und ist einfach da. “Aber es will doch bestimmt nach Hause”, sagt Frau Honigbrot. Ich antworte: “Da wo es rausgekommen ist, findet es auch wieder rein, wenn es will! Und wenn wir es zum nächstbesten Bauer bringen, wird der sagen: Ach, prima, das wollte ich eh grad schlachten!”

Aber vorhin saß es plötzlich auf meinem Auto. Ich habe einen empfindlichen Lack. Also sind wir zum Bauer am Ende der Straße. Die Dämmerung setzt ein, kein Mensch ist im Hof, aber die Haustür steht auf. Ich denke: So fangen immer die Filme beim “Aktenzeichen XY” an. Und am Ende heißt es, dass ein Kabarettist vermisst wird.

Vorsichtig rufe ich “Hallo”. Der Agrarökonom schält sich aus dem Dunkel und trägt einen grünen Blaumann. Nein, sie hätten schon lange keine Hühner mehr, weil sie die immer nur aus Versehen mit dem Pflanzenschutzmittel vergiftet hätten. Das Huhn müsse wohl dem Haus gegenüber gehören, dem mit dem unordentlichen Garten. Und schönen Abend noch.

Wieder daheim stelle ich fest: Der gefiederte Lackkiller sitzt immer noch auf meinem Pkw. Da hört der Spaß auf! Ich stelle mich neben das Vieh. Es macht keine Anstalten, zu fliehen. Ich stupse es mit der Fingerspitze an. Ist ihm egal. Und da überkommt mich wahrer Heldenmut, ich wachse über den Städter in mir hinaus und packe das Huhn mit zwei Händen. Es schlägt einmal mit den Flügeln und dann lässt es sich friedlich tragen. Fast meint man, es hätte Spaß dran.

Ich steuere auf das Haus mit dem unordentlichen Garten zu, das Huhn bleibt neutral, hat zu diesem Vorgang keine erkennbare Meinung. Im Haus kein Licht, da ist niemand. Ich werfe das Huhn über den Zaun. Da hat es Gras und Holz und einen Zaun drum herum. Es sieht fast aus, als würde es da hingehören, passt schon. Von mir aus könnte es da bleiben. Es sei denn, morgen wird es wieder jemand anderem in den Vorgarten geworfen.

Ist so nicht das ganze Leben? Man wirft uns über Zäune, bis wir irgendwo bleiben dürfen. Und dann gibt es Chicken Nuggets. Übrigens: Hühnertragen macht Spaß, vor allem wenn man sie semikriminell im Halbdunkel von Grundstück zu Grundstück umtopft. Ich glaube, ich habe ein neues Hobby. Morgen werde ich versuchen, es zu hypnotisieren.

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Heute war in meinem Briefkasten die “persönliche Einladung” zum Besuch von “Bauer Ewald´s Prickings-Hof” – nur original mit dem falschen Apostroph.

Für schlappe 14,90 Euro gibt es die Busfahrt, Abfahrt 5:45 Uhr, Beginn der Rückfahrt 18:00 Uhr. Das bedeutet: 10 lange Stunden Aufenthalt zwischen Freiwildgehege, Federvieh-Voliere und Landmaschinen-Museum. Besonders anziehend das Foto vom Zuchtbullen, dem das Munitionslager fast bis auf den Boden hängt (“kommen, sehen, staunen”).

“Als Dankeschön für die Teilnahme an unserer kurzen Verkaufsveranstaltung” gibt es kostenlos 7 Sorten Dosenwurst, 10 Eier, ein Brot, einen Sack Kartoffeln plus 250g Champignons. Insgesamt “8,5 kg Spezialitäten”. Wahrscheinlich kauft man dann aus purer Verzweiflung das passende Transportwägelchen für nur 120.- Euro dazu. Oder man bekommt bei der Verkaufsveranstaltung eine Heizdecke an den Hintern getackert, die man dann zu Hause natürlich bezahlen muss. “Buchungskarte bitte sofort abschicken”, heißt es abschließend und man möchte reflexartig mit einem zackigen “Jawoll!!!” antworten. Ich hab das unbestimmte Gefühl, der Prickings-Hof würde mir beim Besuch derartig auf den Sack gehen, dass ich mir vorkäme wie dieser Bulle.

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Tierschützer behaupten, dass die Haltung im Zoo Eisbären psychisch deformiert. Einer der Gestörtesten sei Knut. Er kopiere menschliches Verhalten, leide unter heftigen Ticks, Selbstaggression und Panikattacken. Außerdem laufe er im zu engen Gehege wie ein Irrer hin und her. Moment mal. Das klingt doch nicht nach Knut, das klingt wie Westerwelle!

Es wird Zeit, da mal Mitleid zu empfinden. Vielleicht sollten Tierschützer ihn aus der FDP befreien, auch wenn Generalsekretär Christian Lindner sagt: “Lächerlich. Guido geht es bestens!” Den Aktivisten hingegen ist es ernst, sie sind in Kontakt mit dem zuständigen Veterinäramt Kanzleramt und sagen: “Wenn sich in sechs Monaten nichts tut, werden wir Strafanzeige erstatten!”

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Man muss immer genau hinlesen. Wenn im Reiseprospekt was von “Meerblick in unmittelbarer Gehweite” steht, dann bedeutet das, dass man nach ein paar Stunden Fußmarsch den Weg ans Wasser sieht. Wenn auf dem Eierkarton steht “aus Bodenhaltung”, dann heißt das, dass die Hühner in der Massentierhaltung nicht auf Gittern stehen, sondern direkt in ihren Nicht-Ei-Ausscheidungen. Was aber zum Hühnerhenker bedeutet auf einer solchen Schachtel der Satz “Freier Auslauf in der Natur”???

Haben die Viecher einmal in ihrem Leben einen Wandertag, wo sie mit dem Bus auf eine Wiese gefahren werden, mit Möglichkeit zur Teilnahme an einer Verkaufsveranstaltung, in der man ihnen überteuerte Federbetten andreht? Wer hat überhaupt den Auslauf? Die Eier? Werden die durch den Wald gerollt?

Oder geht es um den abgebildeten Bauern, der vielleicht bei “Bauer sucht Frau” leer ausgegangen ist, aber dafür gerne wandert? Ist der gar ein Freier und unterwegs auf dem Landstrich? Hatten nicht auch Hänsel und Gretel freien Auslauf in der Natur und wären dabei eigentlich ein Fall fürs Jugendamt gewesen?

“Freier Auslauf in der Natur” soll wohl neidisch machen, nach nackten Schwedinnen klingen, die aus der Sauna in den Schnee stürmen. Auf dass der Kunde sagt: “Ich wollt, ich wär ein Huhn, äh, öfters draußen!” Das sind also die idealen Landeier für chronische Stadteier. Clever.

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Mit Ach und Krach und dem elftschnellsten Supercomputer der Welt hat IBM jetzt erstmals die Rechenleistung eines Hirns simuliert. Allerdings keines Menschenhirns. Auch nicht dessen von Heidi Klum.

Man bewegt sich da derzeit auf dem Niveau eines Katzenhirns, immerhin. Das heißt: Computer sind heute schon so komplex, dass sie vielleicht sogar Menschen dazu bringen können, ihnen eine Dose aufzumachen. Außerdem kann der Katzencomputer wahrscheinlich wahnsinnig gut ignorant an dir vorbei schauen. Und wenn du bloggen willst, legt er sich einmal quer über die Tastatur.

Wenn du ihn fragst, was 2 plus 3 ergibt, leckt er sich die Pfote. Oder dreht sich um und würgt dir einen Haarballen vor die Füße. Das ist ein Computer, der mit seiner eigenen Maus spielt und dann plötzlich das Interesse dran verliert. Beim Hochfahren schnurrt er. Sobald du ihn an Linux gewöhnt hast, will er nur noch Windows. Und sobald du ein Fenster geschlossen hast, kratzt er dran, bis du es wieder aufmachst.

Wenn der technische Fortschritt so weiter geht, werden bald die ersten Computer wie Hunde funktionieren. Und in der Nachweihnachtszeit an der Autobahn ausgesetzt.

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Die Gegenwart zeigt sich mal wieder von ihrer unappetitlichsten Seite. Gestern erwische ich beim Zappen eine Vorabend-Reality-Doku-Soap. Im ersten Moment bin ich froh, dass es um das Mieten von Wohnungen und Häusern geht, und nicht um den Alltag von Tierärzten. Da kann man nämlich manchmal beim Abendessen mitverfolgen, wie der Veterinär beherzt bis zum Kinn in den Kuh-Geburtskanal eintaucht, oder wie ein Hamster von seinem nicht laufradkompatiblen Hodentumor befreit wird. Ich weiß, man soll beim Essen nicht fernsehen.

Gestern ging es um Luxuswohnungen. Und den neusten Trend. Nach offenen Wohnküchen kommt jetzt das offene Wohnklo. Direkt in einer Ecke des Schlafzimmers. Weil es unglaublich sexy ist, seinem Partner beim Duschen zuzuschauen. Oder sich nachts mit Durchfall quasi das Traumreich zu kontaminieren. Scheißen diese Leute vor lauter Luxus Veilchen? Türen sind nicht nur Blickschutz, Türen können Nasen retten. Demnächst wird es ein Zeichen von Wohlstand sein, ins Zimmereck zu kacken und Heu drüber zu scharren.

Und heute früh lese ich dann in der Zeitung, dass sich terroristische Arschlöcher mittlerweile per Sprengstoffzäpfchen in die Luft sprengen. Von Handy aus gezündet. Das heißt dann für künftige Passagiere: Darmspiegelung oder Handyverbot. Letzteres würden die Business-Fluggäste nie mit sich machen lassen. Da kommt der Kampf gegen den Terror an seine Grenzen. Wahrscheinlich brauchen wir den gläsernen Passagier. Also nicht wegen dem Zäpfchen, sondern um sicherzustellen, dass er keine Islamisten kennt. Wer nicht nachweisen kann, dass sein Stammbaum Taliban-frei ist, bekommt ein gelbes “I” aufs Revers genäht und darf nach Übersee nicht mehr fliegen, sondern muss mit der Berliner S-Bahn hin. Unappetitlich, das alles.

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Guck mal, wer da piept!

Schwer beeindruckt hat mich ja vor einigen Tagen die Nachricht, dass mittlerweile technisch entsprechend ausgestattete Kühe eine SMS schicken, wenn sie kalben. Und wir reden hier nicht von Sandy Meyer-Wölden. Ich bin schon gespannt, was demnächst in der Richtung so alles auf unseren Handys ankommt. Und von wem.

Vielleicht so was wie: „Hallo! Ich laufe in zwei Tagen ab. Stehe im Kühlschrank, zweites Fach von oben, hinter dem großen Gurkenglas. HDL, Dein Erdbeerjoghurt“. Oder auch: „Hi! Deine Schwiegermutter hat grad unter mich geschaut. Gruß, Sofa“. Am Ende gar: „Huhu! Ich bin dann jetzt mal weg. Deine Rente“.

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Was ist das? Es fühlt sich stark, schön und sicher. Es hat keine natürlichen Feinde und immer genug zu essen. Es lebt in der Sonne und hat eine makellose Haut. Es ist groß und hat einen tollen Namen. Nein, es ist kein Florida-Rolf, kein Traumschiff-Rentner und erst recht nicht Heidi Klum.

Es ist ein Crocodylus Porosus, das größte lebende Salzwasserkrokodil. Aus dem die Firma Hermes Handtaschen für 4000 Euro aufwärts herstellt. Der Hermes-Chef sagt im Interview: “Wir sind sehr anspruchsvoll. Wir nehmen nur Leder, das keinen einzigen Fehler aufweist. Beim Krokodil ist das sehr schwierig, weil es beißt und selber gebissen wird, was Narben hinterlässt. Wir züchten jetzt unsere Eigenen und ziehen sie einzeln auf, damit sie nicht gebissen werden können.”.

Merke: Ein Leben ohne Kampf ist oft nur die Vorstufe zur Handtasche.

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