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Archiv für die Kategorie ‘Terror’

Strippenzieher

Das FBI hat in Portland ein Attentat verhindert. Den Täter hatten sie mindestens ein Jahr lang im Auge. Und dann haben sie ihm per V-Mann eine Bombe geliefert. Eine Attrappe. Mir persönlich sind eindeutig zu viele amerikanische Bombenattrappen unterwegs da draußen.

Aber es sollte ja auch keine Bombe hochgehen, sondern ein Terrorist. Ausgerechnet beim öffentlichen Einweihen eines Weihnachtsbaums. Ausgerechnet ein Täter, der Mohamed Osman Mohamud heißt. Besser geht’s nicht. Halten wir fest: Das FBI hat in Portland ein zu verhinderndes Attentat ermöglicht.

Wir sollen hierzulands ja auch bald eine Art FBI bekommen, sagt der Innenminister. Wer clever ist, macht also schnell noch eine kleine Bombenattrappenmanufaktur auf und lässt die Oma in der Garage im Akkord Wecker mit Drähten versehen. Schon wieder eine Branche, in der der Aufschwung ankommt.

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Superterror

Nachdem es der Bildzeitung und dem Innenminister gelungen ist, Deutschland in Sachen Terror ansatzweise in eine sachdienliche Massenhysterie zu versetzen, will RTL jetzt nachziehen. Während der Show „Das Supertalent“ soll das Land am Samstag in eine Massenhypnose verfallen. Nur so wenig natürlich, dass es noch in der Lage ist, per Telefonhotline davon zu berichten.

Gerüchte, der Hypnotiseur Martin Bolze sei in einem pakistanischen Hypnose-Camp auf Rechnung von Osama Bin Gähnen ausgebildet worden, haben sich bisher nicht bewahrheitet. Der Innenminister bittet um Aufmerksamkeit: Wem am Samstag im Straßenbild besonders sedierte Menschen auffallen, die vielleicht auch noch aussehen wie RTL-Zuschauer, der möge diese bitte den örtlichen Behörden melden, damit sie vom Bundesgrenzschutz kontrolliert gesprengt werden können. Auch herrenlos am Straßenrand liegen gelassene Gehirne oder Fernbedienungen sind umgehend anzuzeigen.

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You can leave your hat on…

In den USA fangen jetzt auf den Flughäfen die ersten Bürger an, gegen die Nackscanner zu protestieren. Heute hat eine Dame sogar gestrippt. Leider ist das nicht nur ihre angebliche Protestform, sondern auch ihr Broterwerb. Damit ist natürlich das Anliegen etwas diskreditiert. Das ist ein bisschen so, als würde Verona Pooth gegen die Castor-Transporte Billigklamotten in die Kamera halten.

Wenn schon, dann müssen Amateure strippen, möglichst blutige Laien, die von so ausgesuchter Uneleganz und körperlicher Undefiniertheit sind, dass das Terminal wegen ästhetischer Überforderung geschlossen und vom Flughafenpfarrer neu geweiht werden muss.

Eigentlich müsste man das so planen, dass die nacktscannenden Beamten kapitulieren und um Versetzung in den Innendienst betteln. Extreme Bremsspuren in der Unterwäsche wären da etwa eine mögliche subversive Idee. Vielleicht auch moralisch besonders herausfordernde Gegenstände im Rektalbereich. Lasst sie Dinge sehen, die sie nie sehen wollten!

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Where is my mind?

In Berlin ist die Reichstagskuppel für Besucher gesperrt. Ich bin nicht ganz sicher, zu wessen Schutz. Der Besucher, der Parlamentarier oder der Kuppel. „Terror“ ist das meistgedruckte und getippte Wort dieser Tage, Experten rechnen aus, dass die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden, größer ist als die, vom Islamisten erwischt zu werden. Es sei denn, du läufst bei Gewitter mit einer Mohammed-Karikatur durch Kreuzberg.

Bald diskutieren wir über ein Vermummungsverbot für Weihnachtsmänner und den Einsatz der Bundeswehr im Wohnzimmerinneren. Fast ist man geneigt zu denken: Wenn da demnächst kein Anschlag passiert, ist die Politik in Erklärungsnot. So gesehen wäre ein Attentat fast schon eine vertrauensbildende Maßnahme. Es gibt Zynismus, der ansteckend ist. Hässlich, grade in der Vorweihnachtszeit.

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Wer in der Glaskuppel sitzt

Wenn der Dschihadist zweimal klingelt, dann ruft er wiederholt beim BKA an. Und erzählt, dass seine Kollegen vor haben, im Reichstag ein Blutbad anzurichten. Und schon herrscht höchste Sicherheitsstufe. Um Schrecken zu verbreiten, langt es also, einen Telefonhörer in die Hand zu nehmen.

Reichstagsattentate haben ja Tradition in Deutschland. Leider sind sie rein historisch vorbelastet und befeuern nur Verschwörungstheorien. Da hätte sich der Islamist vielleicht etwas mehr einlesen sollen in die Geschichte. Es ist halt doch immer wieder ein Bildungproblem.

Bald wird der erste Politiker fordern, dass die 120 namentlich bekannten “Gefährder” sicherheitshalber, zwangsweise und präventiv im Reichstag einquartiert werden sollten.

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Die absurdesten Momente dieses heutigen friedlichen Terrortages in Deutschland, einig Schläferland, verteilten sich gerecht und nervenschonend gleichmäßig. Morgens gab es das Statement unseres Innenministers, der zugab, bei der gefundenen Flugzeugbombe gäbe es Hinweise darauf, dass es sich eventuell um einen Test gehandelt haben könnte. Und parallel dazu die Meldung der Agentur Reuters, auf der Bombe habe ein Zettel geklebt mit der Aufschrift: “Test”. Vielleicht stand da sogar: “Stiftung Bombentest vergibt ein Mangelhaft”. Die Experten sind noch am Dechiffrieren, aber man kriegt ja beim heutigen Facharbeitermangel kaum noch gute Experten, grade auch nach Pisa.

Und am Nachmittag las ich dann den gleichermaßen sachdienlichen wie volksverhetzenden Vorschlag des Berliner SPD-Innensenators Körting, die Bürger mögen doch bitte den Behörden neue Nachbarn melden, die „etwas seltsam aussehen“, sich „nie blicken lassen oder ähnlich“ und „nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen“. Letzteres könnte der Öttinger sein und Ersteres die Merkel, aber ich will hier keine falsche Panik schüren.

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Warten auf den Knall

Jetzt haben sie also in Südafrika etwas im Flugzeuggepäck gefunden, was aussah wie eine mögliche Bombe. Und die Geheimdienste gehen davon aus, dass die bestimmt auf dem Weg zum nächstbesten deutschen Weihnachtsmarkt war. So, wie sie auch wissen, dass über 100 deutsche Schläfer nur auf den Weckruf warten. Und dass vier hochgradige Gefährder frisch eingereist sind. Mir persönlich ist das eine etwas zu dubiose Mischung aus Alarm und “nichts Genaues weiß man nicht”.

Und warum jetzt die Innenminister über Vorratsdatenspeicherung reden, weiß ich auch nicht. Als könnten sie durch die Einsicht in Anruflisten Bomben entschärfen und Schläfer zum Durchschlafen bringen. Praktisch: Der Terrorist macht “Buh” und wir schaffen unsere Freiheit selbst ab. Dafür müssten uns im Himmel eigentlich auch noch 2-3 Jungfrauen zustehen. Ich sage nicht, dass es keine Gefahr gibt. Ich finde bloß, dass sie nicht größer geworden ist, seit die Al Qaidas eine neue Waffe entdeckt haben: Die Post.

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Höchste Munkelstufe

“Ich möchte die Bevölkerung bitten, in ihrem Umfeld wachsam zu sein und alles, was ihr verdächtig erscheint, der Polizei zu melden. Denn es gibt ernst zu nehmende Hinweise auf Anschläge in Europa… Wir haben keine konkrete Spur.” Sagt der Innenminister.

Und ich melde: Der Mann erscheint mir verdächtig. Das ist ja eine Terrororakelei wie aus der Glaskugel. Keine Spur, aber Hinweise. Nicht konkret, aber ernst zu nehmend. Bürger holt die Wäsche rein, es könnte was passieren, von dem wir vermuten, dass es unkonkret verdächtig ist. Holzauge sei wachsam und hüte dich vor einem ernstzunehmenden Umfeld. Sieben Bomben sind in diesem Bild.

Das ist eine Gefahrenmeldung wie für gemacht für Halloween, wenn der Innenminister jetzt vor meiner Haustür stünde und “Süßes oder Saures?” fragte, ich würde mich nicht wundern. Aber ihn natürlich konkret der Polizei melden.

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Da bin ich echt mal wieder baff, meine lieben Freunde vom atomverarbeitenden Gewerbe. Während die Kanzlerin noch überlegt, wie sie ihren Energiefreunden durch Laufzeitverlängerungen Milliarden in den Rachen werfen und dabei trotzdem irgendwie dunkelgrün wirken kann, während die Rede davon ist, dass die alten Meiler sicherheitstechnisch aufgerüstet werden sollen, damit sie auch einem abstürzenden Passagierflugzeug standhalten können, was macht Ihr da? Stellt mir ein Plakat in die Straße. Zum “Energietag 2010″. Mit dem Slogan “Da fliegen wir drauf”.

Jaissesdenn! Schön mit “Wann? 5. September, 10-18 Uhr!” und “Wo? Energiezentrum Biblis!”, also direkter kann man den Osama ja nicht einladen. Der muss nur dahin, wo die Luftballons hängen, wahrscheinlich helft Ihr ihm noch beim schwerkraftintensiven Rückwärtseinparken der Maschine. So verstrahlt wie Eure Werbeabteilung möchte ich mal sein.

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Weil die Kriegsbegeisterung der Deutschen in umgekehrt proportionalem Verhältnis zur Strahlkraft des Verteidigungsministers steht, hat sich die CIA jetzt in einem geheimen Papier Gedanken gemacht, wie man die Deutschen emotional neu für den Afghanistan-Einsatz erschließen könnte.

Eine Niederlage am Hindukusch führe nur zu mehr Terror, Rauschgift und Flüchtlingen in Deutschland. Halb so wild, werden viele sagen, Terror, Rauschgift und Flüchtlinge, das kennen wir, das waren die Sechziger, da war immerhin die Musik besser als heute.

Deshalb schlägt die CIA vor, mehr an positive Gefühle anzuknüpfen, und sei es an die Siegessäulen-erprobte Obamania. Wenn wir Obama so bewundern, wenn wir ihn für eine Lichtgestalt, ja gar für eine bessere Merkel halten, dann sei doch auch die Frage erlaubt, was wir eigentlich tun, um ihm zu helfen. Obamania ist keine kostenlose Hüpfburg, spätestens am Ausgang muss gezahlt werden.

Und schließlich empfiehlt das Papier, in den deutschen Medien Interviews mit afghanischen Frauen zu forcieren, damit aus den Truppenbewegungen eine Art Frauenbewegung wird. Also: Wenn demnächst Alice Schwarzer nach Kundus fliegt, um mit dem Schlachtruf „Yes we can!“ Mohnfelder und BHs niederzubrennen, dann ist hoffentlich allen klar, wie der Hase läuft. Im Zweifelsfalle Zickzack, damit er nicht getroffen wird.

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