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Archiv für die Kategorie ‘Mann und Frau’

I did it!

Was für ein Nachmittag! Ich habe 3500 E-Mails von Thunderbird nach Outlook2010 überführt. Das ist, für die Älteren erklärt, als ob man für 1000 Reichsmark Grammophonnadeln kauft und diese einzeln mit der Draisine in die ostafrikanischen Kolonien transportiert.

Und das Schlimmste ist dabei ist immer diese Angst, dass jeden Moment ein Apple-User um die Ecke gesprungen kommt und feixend “Mein Rechner macht das auf einen Knopfdruck und sieht dabei auch noch viel schöner aus!” ruft.

Dafür, dass E-Mails immateriell sind, kann man ganz schön lange auf sie warten und hat auch jede Menge Schweißperlen auf der Stirn. Vor allem, wenn Frau Honigbrot darauf hinweist, dass mindestens 3457 davon einen hohen emotionalen Wert haben. Wenn da was im digitalen Nirwana verschwindet, bin ich ein toter Mann. Das ist ja das Unheimliche: Ein falscher Klick und du bist in der Beziehungshölle.

Ich habe Glück gehabt. Ich war nur in der Datentransferhölle. Manchmal lastet auch das papierlosteste Büro schwerer auf deinen Schultern als ein Zehnerpack Brockhauses, oder wie immer da der Plural heißen mag. So. Feierabend.

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Alles zum Anlecken

Da geht echt die Post ab, bei der Post. Seit sie sich mit Schreibwaren, Batterien (!) und Schraubenziehersets (!!) was dazuverdienen muss, wird es immer abenteuerlicher. Heute gab es kleine Wandkalender. Und zwar in den Geschmacksrichtungen “Cats”, “Horses” und “Men”.

Tolle Kombination. Mehr braucht die Frau von Welt nicht: Was zum Kraulen, was zum Reiten und was zum Müllrausbringen. Kaufen Frauen auf der Post Männeraktkalender? Oder ist das mehr was für die schwule Kundschaft? Und wo sind eigentlich die Kalender mit den nackten Mädels? Ausverkauft? Oder nicht vorgesehen, weil “Cats, Horses, Women” irgendwie sexistisch wäre?

Bei uns hieß das früher nicht “Cats, Horses, Men”, sondern “Mama, Papa, Kind” oder “Stadt, Land, Fluss”. In dieser erotisch aufgeheizten Atmosphäre muss sich auch keiner wundern, wenn eine Dame ihm entgegentritt und funkelnden Auges sagt: “Ich habe hier ein Postwertzeichen. Können sie sich bitte frei machen?”

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Statt Chips

Die Damenwelt kann aufatmen. Endlich gibt es die passende Nahrungsergänzung für faule Göttergatten, die als Couch-Potato keinen Fuß mehr vor die Haustür setzen wollen. Füttern sie einfach das hier zu: „Felix – inhome sensations“.

Extra für „im Haus lebende Stubenracker“. Schon mit ein paar Knabbereinheiten am Tag blühen sie auf und entdecken die kleinen Indoor-Sensationen des heimischen Wohnzimmers, das Abenteuerland zwischen Schrankwand und Flachbildfernseher. Es hilf außerdem gegen Bierbauch („tolle Figur“) und Bauchnabenflusen („weniger Haarballen“). Erst im fortgeschrittenen Stadium empfehlen wir dann „Felix – sound explosions“ für Tagesschnarcher oder „Felix – air surprises“ für Sesselfurzer.

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Das Matriarchat ist anscheinend ungefähr so nah wie der Weltuntergang oder die Heiligsprechung von Jörg Kachelmann. Im Osten Deutschlands gibt es 1% mehr weibliche Führungskräfte, als im Westen. Und dafür sind die Frauen in der DDR 40 Jahre Traktor gefahren?!?

Dieses eine Prozent liegt wahrscheinlich nicht einmal an der Sozialisation, sondern daran, dass man die Kanzlerin irgendwie mit reingerechnet hat. Vielleicht ist es aber auch nur ein Zeichen emanzipiert-weiblicher Intelligenz, weil die Frauen sich sagen: Bei DEM männlichen Personal möchte ich keine Verantwortung übernehmen müssen! Oder liegt es daran, dass die Ostfrauen ihre Chef-Karriere natürlich im Westen machen? 1% sind kein “kleiner Unterschied”, sondern ein Herrenwitz.

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Passt!

Ich lebe seit über 10 Jahren mit einer Erzieherin zusammen. Das ist sehr praktisch. Man lernt so viel. Ich kann inzwischen “die Uhr”, “den Schlupf” und meine Zahnbürste von anderen unterscheiden.

Sie begleitet mich hoch professionell durch den Alltag, zum Beispiel mit Sätzen wie “Wollen wir jetzt mal zusammen das Geschirr abspülen?” Vorgetragen im selben Tonfall wie “Wollen wir jetzt mal zusammen das Türchen mit der 24 aufmachen?” Und wenn ich dann mit “Nein” antworte, sagt sie, ohne mit der Wimper zu zucken: “Ich kann auch deine Mutter anrufen und dich abholen lassen!”

Weihnachten heißt bei uns “Elternabend”. Da informiert sie meine Familie über das zurückliegende Jahr: “Also, der Frederic hat schöne Fortschritte gemacht in Sachen Reinlichkeit. Aber er ist etwas vorlaut. Und wenn er Witze macht, fangen die anderen Kinder an zu weinen.” Und dabei hab ich noch Glück gehabt, denn ich muss immerhin keine Geschenke basteln. Und ich bin in Einzelbetreuung, was will man mehr.

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Singletaskerhumor

Klischees über Männer und Frauen sind ne feine Sache, sind sie doch die Geschäftsgrundlage ganzer Branchen wie Comedy, der Pornoindustrie oder der katholischen Kirche. Das ist ein bisschen wie mit dem Weihnachtsmann: Man kann ne Menge Spaß damit haben, solange man nicht ernsthaft dran glaubt.

Besonders reizvoll ist es, ein Vorurteil aus der Welt zu räumen, indem man ein anderes verwendet, das damit um so fester zementiert wird. So hat jetzt das Institut für Arbeit und Gesundheit eine Studie veröffentlicht, die widerlegen soll, dass Frauen bessere Multitasker sind als Männer. Sind sie nämlich nicht. Wenn man sie beim Korrekturlesen nebenher, Achtung: Auto fahren lässt.

Da feiern die Chauvis aber Karneval! Da haben sie bestimmt Spaß gehabt beim Forschen. Ich seh sie richtig vor mir, wie die Wissenschaftler bei jedem weiblichen Fahrfehler sackkratzend mit Bierdosen angestoßen und den Probandinnen zugerufen: “Und jetzt erklär mal noch die Abseitsregel!”

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Das ist wirklich ein schwieriges Thema, die Burka, dieser Ganzkörperschleier mit der Anmutung einer Mischung aus Glaubensbekenntnis, Kartoffelsack und schwarzem Loch.

Nachdem die Belgier das Ding in der Öffentlichkeit jetzt verboten haben, fordert hier Silvana “Ich kann mich sehen lassen” Koch-Mehrin ebenfalls die Ächtung dieses nichtmodischen Nichtkleidungsstücks. Weil es ein Angriff auf die Rechte der Frau sei. Ich verstehe, was sie meint. Die Burka sei ein “mobiles Gefängnis”, sagt sie. Gegner des Verbots geben zu bedenken, dass ohne Burka diese Frauen ihre Wohnung gar nicht mehr verlassen und damit im Namen der Rechte der Frau ein mobiles Gefängnis gegen ein stationäres eintauschen.

Wer Frauen verhüllt, “nimmt ihnen das Gesicht und damit die Persönlichkeit”, sagt die FDP-Frau. Gut: Auch Millionärsgattinnen aus St. Moritz wird systematisch von sogenannten Schönheitschirurgen das Gesicht und die Persönlichkeit genommen. Oft auch nur wegen des Gatten. Fast könnte man sagen: Botox ist die Burka des Jet-Sets.

Mit Verboten kommt man nicht weit. Vielleicht sollte man die Burka erlauben, aber kritisieren. So wie neben der Autobahn “Runter vom Gas!”-Schilder stehen, könnte man in der Innenstadt “Zeig dein Gesicht!” plakatieren. Da hält sich dann auch keiner dran (freie Fahrt für freie Bürger / freies Verhüllen für freie Muslime), aber es ist wenigsten mal deutlich gesagt.

Mir machen verschleierte Frauen auf der Straße keine Angst, jedenfalls nicht mehr als Frauen mit Dirndl, Zungenpiercing oder Schlauchbootlippen. Wenn das eure Form von Selbstverwirklichung ist – um Gottes Willen, macht! Wenn ich dabei grinsen darf, weil ich finde, dass es doof aussieht.

Meinentwegen tragt auch eine Burka in Kombination mit einer verspiegelten Sonnenbrille. Solange die Frau sich frei dabei fühlt. Denn auch ich möchte jederzeit das Recht dazu haben, mit einer Papiertüte über’m Kopf herumzulaufen. Es gibt so Tage. Wie gesagt: Es ist ein schwieriges Thema.

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Mitmänner, Eisklötze und Gefühlslegastheniker! Es gibt Hoffnung! Wissenschaftler haben jetzt in einem Experiment Männer mit einem Oxytocin-Hormonspray besprüht. Und schon waren sie sensibler und entwickelten ein größeres emotionales Einfühlungsvermögen, wie es sonst nur bei Müttern oder Friseuren vorkommt.

Das heißt: Männer könnten künftig einen medikamentösen Emotionsverstärker mitführen, wie der Diabetiker seine Insulinspritze. Und immer, wenn man merkt “Ui, die Frauen um mich herum haben alle feuchte Augen, das könnte eine hochemotionale Situation sein, in der ich mich hier befinde, ich glaube ich sollte im Anteilnahme-Bereich kurzfristig meine Performance pushen!” – pffffft!

Wichtig ist nur, dass der Mann autonom bleibt und das Spray nicht in Frauenhände gerät, wie man das teilweise schon von der Fernbedienung kennt. Nicht dass du deine Partnerin bittest, dir mal ein Bier zu holen und plötzlich hast du einen Blackout und findest dich schluchzend mit Kuscheldecke auf dem Sofa wieder und irgendwer hat auch noch die DVD vom “Englischen Patienten” eingelegt.

Aber vielleicht ist das zu weit gedacht. Als Mann reagiert man auf die Erfindung dieses Spray typischerweise mit dem Satz: “Geil! Damit krieg ich jede rum!”.

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Die Erotikbranche ist im Umbruch, bei Beate Uhse machen die Umsätze schlapp. Kein Wunder: Billigen Schmuddel gibt es im Internet und fertig. Deshalb setzt der Konzern jetzt verstärkt auf die weibliche Kundschaft. Für die bietet man freundliche Premium-Shops in Citynähe, quasi das erotische Pendant zum Frauenparkplatz.

Neben Dessous und allem, was brummt, experimentiert man hier mit dem völlig neuen Produktbereich „Living“: Wohnaccessoires wie Bettwäsche, Handtücher und Bademäntel. Für die Jungs bleibt mal wieder nur der völlig alte Produktbereich „Fucking“, deshalb gibt es für sie „Fun-Center in Gewerbegebieten mit guter Verkehrsanbindung“.

Der Trend geht also zur Geschlechtertrennung. Und das sogar beim Sex. Hier die erotischen Trockengestecke, Fußwärmer und Frühstücksbrettchen aus dem weiblichen Erotikwohnen, dem Emanuelle-Ikea gewissermaßen, dort die Rammelsiffschuppen für klebrige Fernfahrer.

Dazwischen ist nichts, das Niemandsland des übersexualisierten Aussterbenwollens, die Unerotik des Alltags, ein Todesstreifen sexueller Apartheid statt sinnlicher Appartheit.

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Tiger Wutz

Seit Tiger Woods offiziell an Sexsucht leidet, melden sich immer mehr Menschen in Klinken in den USA und Großbritannien und fragen: Kann ich das auch haben?

Mediziner sprechen von einer Modediagnose. Was ist Sexsucht? Ein derartig gesteigerter Fortpflanzungsdrang, dass er die Betroffenen von ihrem normalen Alltag abhält. Aber seit wann haben Golfprofis einen normalen Alltag? Sexsüchtige sind unter Umständen einfach das, was man früher peinlich dauergeile Böcke genannt hätte. Nur mit dem Unterschied, dass jetzt die Krankenkasse zahlt.

Das wird wahrscheinlich der Anmachspruch des Jahres 2010: “Hallo schöne Frau, würden sie mir helfen, rauszufinden, ob ich meine Sexsucht wirklich austherapiert habe?” Bei Tiger Woods kann man da nicht so sicher sein, er hat jetzt übers Einputten bei seinem ersten Golfturnier nach dem Skandal gesagt: “Ich hab ihn rein gemacht und es hat sich einfach gut angefühlt!”

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