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Archiv für die Kategorie ‘Integration’

Auch Maria Böhmer, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, hatte sich ja für eine „Deutschpflicht auf Schulhöfen“ ausgesprochen. Also dafür, Kindern mit Migrationshintergrund in der Pause ihre Muttersprache zu verbieten. Aus meiner Schulzeit weiß ich noch: Das, was man uns verboten hat, war am interessantesten.

Das ist echt noch Verbotspädagogik alter Schule, am besten pflastert man den Hof mit lauter „Man spricht Deutsch!“-Schildern. Und dann stellen die Schulen Unmengen von Sprachlotsen ein, die sich undercover zwischen den Schülern bewegen, um Sprachverbrecher direkt zur Anzeige zu bringen.

Oder man rekrutiert sie direkt aus den Reihen der türkischen und arabischen Schüler, die a) am wenigsten dabei auffallen und b) damit ihre Kopfnoten aufbessern dürfen. Vielleicht lassen sie auch als „Agent Provocateur“ hier und da ein „Inshallah“ oder „merhaba“ fallen, damit sie andere anstecken, an denen dann die wichtigen abschreckenden Exempel statuiert werden können.

Und dann nennen wir das Ganze Integrationsstasi und Frau Böhmer macht die Margot Honecker.

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Kampf der Unkulturen

Seehofer will keine weitere Zuwanderung aus „anderen Kulturkreisen“ und ich frage mich, wie ich aus Seehofers Kulturkreis austreten kann. Horst! Wenn wir uns nicht mit fremden Kulturkreisen arrangieren könnten, hätten wir Bayern schon längst rausgeschmissen.

Was würden wir nur machen ohne Migranten? Wir müssten weiter über den zusammengekürzten Sozialstaat und Bankenrettungsmilliarden reden. Jetzt aber sind die wirklich wichtigen Themen türkische Fußballfans, die Özil auspfeifen. Der laut Sarrazin zur WM „die Hymne nicht mitgesungen hat!“. Also nicht gewollte Türken, die einen nicht gewollten Türken nicht wollen.

Schön zu sehen, wie die Ressentiments wieder aufbrechen, da war nur dünner Schorf drüber, darunter brodelt es roh und eklig. Wenn alle jetzt ihr hässliches Gesicht zeigen, weiß man wenigstens, mit wem man auf keinen Fall zusammen fotografiert werden will.

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Mein Rassismus, dein Rassismus? Rassismus ist für alle da! “Deutschenfeindlichkeit” ist das neue Ding für alle, die Feindlichkeit erst dann besonders schlimm finden, wenn ein Land drin vorkommt.

Gegen Deutschenfeindlichkeit ist Ausländerfeindlichkeit ja fast Old-School und Folklore. Auf Schulhöfen werden also Kinder gemobbt, weil sie deutsch sind. Ach wie schlimm, bisher wurden sie nur gemobbt, weil sie Türke waren oder schwul oder hässlich oder Streber oder Turnbeutelvergesser oder die falschen Markenklamotten hatten.

Familienministerin Schröder ist selbst ein Rassismusopfer. Als sie sich zum Thema Islam geäußert habe, sei sie als “deutsche Schlampe” bezeichnet worden. “Schlampe” wär wohl in Ordnung gewesen? Da soll sie mal gut aufpassen, dass nicht der internationale Verband der Schlampen e.V. sich beschwert, weil hier Schlampen als “deutsch” diskriminiert werden.

Deutschenfeindlichkeit – da muss man drüberstehen. “Ich bin stolz, ein Scheißdeutscher zu sein”, wär vielleicht mal ne Idee für ein T-Shirt.

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“Der Islam gehört mittlerweile zu Deutschland”, sagt der Bundespräsident. Die CSU und über 80% der Bildleser sehen das anders. Das heißt, sie wollen Menschen, die hier leben, vorschreiben, was sie zu glauben haben. Dabei gehört der Islam so zu uns wie der Buddhismus, der Atheismus, der Feminismus oder der Lenaismus.

Ich als religiös minderinteressierter Mensch bekomme so langsam Lust darauf, Moslem zu werden. So ein ganz schlampiger, der nicht in die Moschee geht und die Sache überhaupt nicht ernst nimmt. Der Islam gehört nämlich genau so zu Deutschland wie der Heuchelkatholizismus oder der Weichnachtsprotestantismus. So ein leicht siffiger Rocknroll-Islam wäre der Anfang von wahrer Integration und Aufklärung, her mit den Koranhippies!

Im Ernst: Wie krank hier der interreligiöse Kulturwettbewerb läuft, sieht man unter anderem am Bild-Kommentar von Ernst Elitz, dem langjährigen Intendanten des Deutschlandfunks: “Wer in deutschen Moscheen betet, muss sich auch für den Bau christlicher Kirchen dort einsetzen, wo bisher nur Minarette erlaubt sind. Wer in der U-Bahn Koran liest, muss dafür kämpfen, dass in islamischen Staaten der Verkauf von Bibeln erlaubt wird. Das verlangt schon die Fairness.”

Wenn das keine Einbahnfairness sein soll, müsste auch der, der in Istanbul das Vater Unser betet, dafür kämpfen, dass es beim H&M auf dem Kuhdamm Burkas zu kaufen gibt. Da hätten wir doch aber alle Besseres zu tun.

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Wahrscheinlich lässt die Bruni ihn zurzeit nicht ran. Sarko steht unter Druck, macht heftig einen auf dicke Eier und hört schon Stimmen. Jetzt hat er in Brüssel gehört, wie Angela Merkel ihm gebeichtet hat, in Deutschland würden demnächst auch Roma-Lager platt gemacht. Mann kann nur hoffen, dass er diese Stimme nicht auch dann hört, wenn er mal wieder Dienst an der Carla tun soll.

Bei uns gibt es keine Roma-Lager, wir schieben sie kleingruppig und nach “intensiver Einzelfallprüfung” ab. War es nur ein Missverständnis? Hat Angie gesagt: “Ich nehm immer Rama”? Oder irgendwas über Al Bano und Romina Power? Jedenfalls hält im Moment nur Berlusconi zum französischen Präsidenten – das ist kein Trost, höchstens eine Art Drecksackritterorden.

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Dieser amerikanische Bücherverbrennungs-Pastor predigt übrigens mit Pistole am Gürtel. Und weil er glaubt, dass der Islam Teufelszeug sei, will er die Moslems mit dem brennenden Völkerverständigungs-Scheiterhaufen provozieren, aus ihren Höhlen locken, für den Showdown. Wahrscheinlich wird der Mann erst selig, wenn er seinen ersten selbstgejagten Moslem-Skalp an der Wand hängen hat.

Gott kann einem manchmal leidtun. Weil er sich seine Fans einfach nicht aussuchen kann. Da geht es ihm kaum anders als Justin Bieber (“Die schreien immer so laut!”) oder Thilo Sarrazin (“Ich mach keine Partei auf, da würden nur komische Leute eintreten!”). Letzterer ist übrigens für den Ballerpriester ein Held. Geschieht ihnen recht. Beiden.

Während ich mich noch frage, ob man das globalspirituelle Gleichgewicht durch adäquates Bibelverbrennen ausgleichen kann (im Kurs eins zu eins natürlich, wahlweise auch 2 Sarrazin für einen Koran), formt sich in meinem Kopf die Vermutung: Wer für die Wahrheit tötet, wird am Ende sehr einsam sein.

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Schattenspiele

Heute lese ich bei n-tv, dass 70% der Deutschen den Thesen von Thilo “Du weißt schon wer” (dem Unaussprechlichen, dem Integrator der Finsternis) zustimmen. Wenn man genauer hinliest, sind es laut einer Forsa-Umfrage nur noch 9%, die ihm “voll zustimmen” und 61%, die ihm “teilweise zustimmen”. Teilweise zustimmen müsste ich bei solchen Umfragen sogar Adolf Hitler, weil ich Nichtraucher bin und Vegetarier.

In den letzten Tagen war ebenfalls überall zu lesen, dass 18-20% der Deutschen sofort eine “Du weißt schon wer”-Partei wählen würden. Schockschwerenot. Das entspricht ziemlich genau dem Prozentsatz, der vor einem Jahr in Umfragen Horst Schlämmer wählen wollte.. Das ist also nix Neues, sondern die übliche Mischung aus Protest, Fun und Wahnsinn.

Irgendwer hat offenbar ein gesteigertes Interesse daran, dass “Du weißt schon wer” einen möglichst großen Schatten an die Wand unserer nationalen Höhle wirft. Das ist weniger ein Abbild der Realität, als vielmehr der Versuch, die Volksparteien nach rechts zu treiben.

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Jetzt wo die Bundesbank den Herrn +&##&>%* (ich will den Namen ja erst mal nicht mehr hören) rausschmeißt, toben einige der „Bürger“, die sich vor Wochen noch von Özil haben Tore schießen lassen, nur um ihm jetzt vorzuhalten, dass seine Verwandtschaft genetisch minderbegabt sei.

So ein Rausschmiss sei ein Verbrechen an der Meinungsfreiheit, sagen sie. Langsam. Es gibt Formen von Meinungsfreiheit, die enden in tausendjährigen Reichen. Außerdem hat der Exbundesbanker in spe ja seine Meinung veröffentlichen dürfen, sein „Mein Kampf mit den Zahlen“ wird nicht verboten.

Seine Bekleidungs- und Ernährungsvorschläge für Hartz-IV-Empfänger haben wir uns jahrelang angehört. Und er darf seine Meinung auch gerne weiter in die diversen braunen Sümpfe plumpsen lassen.

Aber: Wer so unseriös argumentiert, ein Menschenbild wie ein Rechenschieber hat und immer wieder herzhaft den Extremen die Vorlagen liefert, der ist als Bundes-Banker verbrannt. Wer anfängt, das Volk auseinander zu rechnen, dient keinem Gemeinwohl, der soll sich den Bundesadler sonst wohin stecken, aber ihn nicht am Revers tragen.

Seine Meinung darf er gerne weiter verbreiten, aber er muss dafür auch härter angegriffen werden dürfen, als es mit einem Vorstandsposten vereinbar wäre. Das nenne ich Streitfreiheit. Die ist fast noch wichtiger als Meinungsfreiheit.

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So langsam muss aber auch mal wieder Schluss sein mit dem verspäteten Sommerloch in Form von Thilo Sarrazin. Der medial dauerpräsente Schnauzer und Hobby-Genforscher verstopft mit seinen Rechenschieber-Thesen derartig die Talkshows, dass man sich fast schon nach der Zeit zurücksehnt, als noch rund um die Uhr mit Guttenberg geredet wurde.

Gestern bei Plasberg blieb Sarrazin wieder so beharrlich unklar eindeutig, dass ich mich gefragt habe, was er wohl sagt, wenn der erste Neonazi mit seinem Buch eine Moschee anfeuert. Wahrscheinlich würde er vorrechnen, dass er daran zu 50-80% unschuldig ist.

Gestern hat man dann erfahren, dass eine seiner größten Ängste ist, dass in hundert Jahren keiner mehr “Wanderers Nachtlied” von Goethe kennt. Gottchen! Mir würde es ja schon langen, wenn in hundert Jahren keiner mehr Sarrazin kennt. So existenziell wichtig für das Zusammenleben der Menschen ist der Geheimrat ja nun auch wieder nicht. Wie ging das gleich noch mal? So, glaube ich:

“Über allen Gipfeln
Krawall,
Und von den Stammtischen
kommt überall
falscher Applaus
Der Sarrazin schweigt viel zu selten
Warte nur, balde
Stirbt auch er aus.”

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Die NPD bejubelt Thilo Sarrazin und sagt: „Komm zu uns, wir machen genau deine Politik und es gibt auch noch Fackelzüge!“

Ansonsten gilt der Mann, für den es ein Juden-Gen gibt und der Angst vor migrationsunwilligem und migrationsunwürdigem Gen-Material hat, erschreckend vielen Medien als „Tabubrecher“ und „Querdenker“, der nur etwas zu pointiert formuliert hat.

Und das, obwohl er selbst zugibt, die Zahlen, mit denen er argumentiert, teilweise mangels Erhebungen einfach erfunden zu haben. Würde man den Genpool des Barons von Münchhausen mit dem von Joseph Goebbels kreuzen, es müsste wohl etwas sehr Ähnliches herauskommen wie der Bundesbanker der Herzen, dieser Herrenreiter, der immer wirkt, als trage er ein Monokel im Hintern. Nein, das hier ist kein Sachlichkeitswettbewerb.

Wenigstens die TAZ hat heute klipp und klar mehrfach „Rassist“ geschrieben, wo andere „umstrittener Autor“ stehen hatten. Sarrazin will für immer „in der Volkspartei SPD“ bleiben. Das mit dem Völkischen der Sozis hat er wohl etwas falsch verstanden. Was für ein Glück, daß Sarrazin nur über das Charisma eines verstaubten Knäckebrots verfügt, sonst hätte die neue Rechte ihren Führer gefunden.

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