Jetzt will die GEMA also auch noch Geld von den deutschen Kindertagesstätten. Weil diese Noten und Liedtexte kopieren und öffentlich aufführen. Klingt wie ein Aufreger, nach dem Motto : Jetzt zocken sie auch noch Kleinkinder ab!
Die GEMA ist ja berüchtigt für ihre Eintreiberfähigkeiten. Manche befürchten, dass sie sogar Gebühren in Rechnung stellt, wenn jemand Blähungen hat, die etwas zu melodisch sind und damit urheberrechtlich in die Nähe zu den Kompositionen von Dieter Bohlen geraten.
Im Ernst: Nur weil es um Kinder geht, darf man die Rechte von Komponisten nicht ignorieren. Ich will jedenfalls nicht, dass mir Rolf Zuckowksi deshalb als Sozialfall auf der Tasche liegt.
Das dürfen die Erzieherinnen auch gerne den Kleinen vorjammern, das mit der GEMA, wer weiß, vielleicht ergreift eines dann mal irgendwann einen kreativen Beruf. Ist ja auch kein Zustand, wenn die Kindergärtnerin ihren Schützlingen erst das Raubkopieren und dann die Uhr beibringt.
Sollen sie doch Volkslieder singen. Die kosten nix und sind auch schön. Außerdem sind die nicht in Patschepatschekinderliederdeutsch, sondern in einer Sprache, die sagt: Sie haben Anschluss an die Hochkultur!





Hier gibt’s die “alten” freien Lieder, die nix mehr kosten:
http://musik.klarmachen-zum-aendern.de/files/cc-weihnachtslieder.pdf
Herr Zuckowski will seine Einnahmen direkt wieder an die Kitas spenden, hab ich gerade im Hamburger Abendblatt gelesen.
“Diese bösen GEMA Gangster” habe ich auch reflexartig
gedacht, aber seit ich den Beitrag von Stefan Niggemeier gelesen
habe, sehe ich das aber wieder anders:
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/der-kindergarten-als-rechtsfreier-raum/
Was ich wieder mal erfahren habe: Reflexartige Empörung hindert am
Nachdenken. Wenn man (wie ich) keine Ahnung vom Thema hat, lieber
noch mal informieren.
Seh ich auch so, auch wenn es oben etwas durch Ironie verdeckt war