Eltern von Schulschwänzern sollen Bußgelder zahlen, wenn es nach FDP-Generalsekretär Lindner geht. Das endet dann wie bei den Verkehrsbußgeldern: Kaum einer fährt innerorts 50, aber die Städte und Gemeinden haben ein schönes Zubrot.
Wenn Papa sich die Fluppen nicht mehr leisten kann, dann wächst im Kind natürlich eine wahnsinnig authentische innere Motivation. Damit funktioniert die Bußgeldidee aber nicht beim Besserverdienerkind, es sei denn, das Bußgeld wäre einkommensabhängig und würde einen Ackermann mehrere Millionen kosten.
“Wenn Eltern nicht überfordert, sondern unwillig oder zu bequem sind, muss das Folgen haben”, sagt der Lindner. Als könnte er “unwillig”, “bequem” und “überfordert” immer so einfach auseinanderhalten. Wenn ich unwillig und bequem bin, dann wird das ja schnell zu echter Überforderung.
Und wenn dann dein Kind noch die Schule schwänzt, kannst du schon mal einen Kredit aufnehmen für die Bußgelder, von denen dann am Ende doch nur wieder die Hypo Real Estate gerettet wird. Ich finde ja, Politiker, deren gerettete Banken unwillig, bequem und überfordert sind, sollten ein Bußgeld zahlen. Damit könnte man dann mehr Schulpsychologen finanzieren.





Ach, ich dachte, eine gewisse Ungebildetheit sei sehr wohl im Interesse von gerade CDU und FDP. Herr Lindner, das kann gefährlich werden. Wer regelmäßig zur Schule geht, könnte evtl. etwas schlau werden und den Bockmist kapieren, für den die drei Buchstaben FDP stehen.
Aber wozu geschwänzter Geschichtsunterricht führt, zeigt ja gerade das tragische Beispiel der Frau Steinbach. Ob ein Bußgeld das verhindert hätte?