Dass unsere großen Energiekonzerne irgendwie verhaltensgestört sind, wussten wir schon länger. Wir kannten unsere Borderline-Versorger mit ihren chronischen Kernkraftschemastörungen. Jetzt kippt ihre Bösewicht-Rolle etwas ins Jokerhafte, sie scheinen gesteigert Freude am Chaos zu haben.
Wie sonst erklärt es sich, dass sie auf den Deal “Wir verlängern wie gewünscht die Laufzeiten, wenn ihr dafür bezahlt” antworten: “Nö, dann steigen wir sofort aus!”? Ein Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg. Nur so als pampiger Diskussionsbeitrag. Um den Röttgen ins Schwitzen zu bringen.
Greenpeace sagt: “Das ist keine Drohung, sondern eine gute Nachricht!” Ich finde es vor allem absurd. Erst ist der Ausstieg ein Ding der Unmöglichkeit, und dann plötzlich das Killerargument. Ein bisschen so, als würde der Gangster sagen: “Hände hoch, oder ich lass die Waffe sinken!”
Jedenfalls ist die “alternativlose Kerntechnologie” in ihrer Alternativlosigkeit jetzt etwas angekratzt. Eigentlich ein PR-Super-GAU für die Atomlobby. Die werden wohl nervös. Jetzt muss die Union ihr hinterherdackeln und sie hechelnd zum Wiedereinstieg ins Ende vom Aufhören überreden. Da haben sich die Richtigen gefunden.





Die Kernkraftmafia führt sich auf wie eine kleines Kind, dem das Spielzeug abgenommen werden soll wenn es nicht hört. Bin mal gespannt, wann die Herren anfangen zu weinen und nach der Supernanni (Frau Merkel) rufen?
Aussteigen, wenn die Brennelementesteuer zu hoch wird? Jagt diese Steuer ins Unermessliche. Wie sagte Frau Künast doch so schön, endlich mal eine Drohung, die keine Angst macht, ganz im Gegenteil