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Archive for 5. August 2010

Als der alte Alan Greenspan noch Chef der US-Notenbank war, konnte er mit dem, was er sagte, die Börse in Aufregung versetzen. Noch mehr aber mit dem, was er nicht sagte oder mit der Art und Weise, wie er seine Pausenstulle neben die Aktentasche gelegt hat. Er war das Orakel von Wall Street. Wenn er seine Brille schief aufgesetzt, oder die Krawatte falsch geknotet hätte, wär der Dollar kollabiert.

Damals war er ein großer Fan der Idee, dass Steuersenkungen die Wirtschaft ankurbeln und damit dann auch der Mittel- und Unterschicht gut tun. Heute kann der Mann sich Altersweisheit leisten. “Das tun sie nicht”, sagt er inzwischen dazu. Und schert damit aus der Achse der Steuersenker aus, die von George Bush über Alan Greenspan bis zu Angela Merkel und Guido Westerwelle führt.

Er hat gesehen, wie eine solche Politik doch nur einseitig zu hohen Manager-Boni und steigenden Aktienkursen führt. Und er nährt die Hoffnung, dass auch für Merkel zumindest in den letzten Jahren ihrer vermutlich 30-jährigen Kanzlerschaft präsenile Erkenntnisprozesse nicht gänzlich auszuschließen sein werden.

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