Heute Abend wird in Berlin wieder groß der Zapfen gestrichen. Und weil das Protokoll dabei als drittes Stück einen Musikwunsch des zu Verabschiedenden erlaubt, hat sich Horst Köhler doch glatt den St. Louis Blues gewünscht. Er hat also den Blues. Und wenn man sich den Songtext anschaut, dann hat er den deshalb, weil ihn eine Frau verlassen hat. Wohl eine, die einst hinter ihm stand und jetzt weit, weit, weit weg ist. Eigentlich hätt er sich als Mucke “Angie” wünschen müssen.
Aber “got the blues as blue as can be”, das hat so einen latent depressiven Köhler-Touch, das trifft es auch. Bei Schröder gab es damals “My Way”, da hat er sich musikalisch noch mal voll die Flasche Bier bringen lassen, der Frankie aus Hannover. Was wird wohl erklingen, wenn Merkel mal ihr Amt verlässt? “Es geht eine Träne auf Reisen” vielleicht. Und wenn Guido Westerwelle dereinst feierlich ausgevizekanzlert haben wird, vielleicht spielt die Kapelle dann ja “I will survive” von Gloria Gaynor.





Der ist bald vergessen – wie die anderen auch alle…
Äh, welcher jetzt?
Für Westerwelle hätte ich lieber sowas wie “never come back” falls das als Musiktitel irgendwie vorrätig ist. Für Merkel auch, aber bei der fällt mir komischerweise gerade spontan backe backe Kuchen ein. Da patschen Kinder ja auch immer ganz niedlich die Händchen zusammen.
Ja! Und sie bäckt ja gerne Kuchen, Pflaume, glaub ich gelesen zu haben.
“I gotta feeling” dass wir uns, statt mit den Wahlversprechen auf dem “Stairway to heaven” einer besseren Welt nähern, gerade auf dem “Highway to hell” rasen.
Mit “Angie” am Steuer und “Poker Face” “Rude Boy” auf dem Beifahrersitz.
Und bald fahren wir mit einem lauten “Boom boom pow” vor die Wand.
Poker Face wäre geil beim Zapfenstreich, so im Wufftata-Arrangement. Sollte Wulff sich schon mal vormerken!