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Archive for 8. Juni 2010

Mancher, der im letzten September noch sein Kreuz bei der FDP gemacht hat, wird sich mittlerweile denken: Da haben wir uns ja ganz schön die Pest an den Hals gewählt!

Jetzt saß die Koalition zwei Tage im Kanzleramt, herausgekommen ist ein Sparpaket nach dem Motto “Westermerkel spart die Armen ein”. Der Vizedekadenzler nennt es “ausgewogen, fair und gerecht”, was genau meinem Kommentar zu seinen unteririschen Beliebtheitswerten entspricht.

Keine Vermögenssteuer, verlängerte AKW-Laufzeiten und eine Pipibankenabgabe von 2 Milliarden, nachdem man Hunderte von Milliarden bei den Banken zum Fenster rein geworfen hat. Direkt gekürzt wird bei Eltern und Arbeitslosen. Merkel wird froh sein, dass sie nicht so nah am Wald wohnt, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis da ein Robin Hood wohnt und wirkt.

Wer arbeitslos ist, der kriegt künftig nix mehr auf die Rente angerechnet, so generiert man Altersarmut. Was natürlich toll ist, weil mit der Angst davor die Finanzdienstleister wieder jede Menge private Altersvorsorge verkaufen können. Der Gipfel ist aber das Kanzlerinnenargument, dass es ja durch dies alles künftig weniger Arbeitslose geben werde. Da kann sich bloß heute keiner was von kaufen. Das ist, wie wenn ich bei strömendem Regen den Schirm zu Hause lasse, damit es aufhört zu regnen.

Hauptsache, die Steuern bleiben, wie sie sind. Es ist eben doch wieder nur Steuerzahlerpolitik. Wer keine zahlen kann, ist politisch vogelfrei. Und kann sich im Wald Robin Hood anschließen. Der vielleicht in diesem Jahr eine Frau ist, die wir früher unter dem Namen Margot Käßmann kannten. Unter Umständen reitet sie künftig lieber, als dass sie Auto fährt. Zum Widerstand ruft sie jedenfalls jetzt schon auf. Und wer weiß, plötzlich reicht der Wald bis ans Kanzleramt…

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