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Archive for 31. März 2010

Ich bin im Internet über geheime Hartz-V-Pläne gestolpert. Das Ganze läuft wohl unter dem Motto “fordern und foltern”. Schon im Februar gab es eine erste Testphase am besonders hartnäckigen Klienten Arno Dübel (54), den die Bildzeitung “Deutschlands faulsten Arbeitslosen” genannt hat. Diesem mental mit seinem Sofa eins gewordenen, tragischdoof schwervermittelbaren Sündenbock hat man doch tatsächlich die Jacob Sisters auf den Hals gehetzt.

“Wenn er singt, werden die Menschen ihn lieben, wir zeigen ihm, wie er den Ton hält!”, so das Statement des pudelschwingenden Frohsinnskampfgeschwaders. Im Schlepptau hatte es einen Musikproduzenten, der ernsthaft zu bedenken gab: “Herr Dübel sollte einfach erkennen, dass er hier die große Möglichkeit hat, der Allgemeinheit nicht mehr weiter zur Last zu fallen”. Finanziell vielleicht nicht, aber doch akustisch! Da zahl ich lieber für ihn, als meine Ohren hinzuhalten.

Unwillkürlich fragt man sich: Wie arbeitslos wären eigentlich die Jacob Sisters, wenn man sie nicht mühevoll auf Platte pressen würde? Und wieso soll Arno Dübel singen, werden solche Leute nicht vom Jobcenter aus direkt in den Big Brother Container reingecastet? Vermutlich sind diese Hartz-V-Pläne der verzweifelte Versuch der Musikindustrie, auf dem Rücken noch Schwächerer zu überleben.

Arno Dübel hat übrigens nicht gesungen. Ihm war das alles zu anstrengend. Dafür danke ich ihm. Den Jacob Sisters zu entkommen ist eine Leistung. Darauf kann man aufbauen.

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