Die SPD hat das selbe Problem wie die katholische Kirche. Münte hatte ja immer schon gesagt, der Parteivorsitz sei „das schönste Amt gleich nach dem Papst“ und auch die Schröderschen „Basta“-Anfälle hatten ja durchaus was von päpstlicher Unfehlbarkeit. Die SPD ist zur Ex-Katedra-Partei geworden.
Damit hat sie sich eine Gegenbewegung wohl verdient. Nach „Kirche von unten“ gibt es jetzt „SPD von unten“. Und der Versuch, in der SPD die Basisdemokratie wiederzubeleben, ist durchaus ähnlich anstrengend, wie der, den Papst für Kondome zu begeistern.
Am 8.11. wollen sie sich in Kassel treffen, die Partei-Reanimateure. Es gibt viel zu tun: Den Laden in eine stabile Seitenlage zu bringen, Puls zu fühlen und Wiederzubeatmen. Klassische Erste Hilfe eben, direkt nach den Wählen, äh, dem Unfall. Das Ganze wird natürlich umgehend schon wieder diffamiert als Zusammenrottung des rachsüchtigen linken Parteiflügels. Aber das ist so überflüssig, wie wenn man den Ersthelfern vorwirft, sie würden da am Straßenrand den Kommunismus ausrufen.
„SPD von unten“ hat ein Papier veröffentlicht mit 14 steilen Thesen. Unter anderem: „Wähler wählen diejenigen, die sie vertreten – nicht die Besserwisser“, „Das Wahlergebnis verbietet jedes ´Weiter so!´“ und „Die SPD verlor, weil sie unglaubwürdig wurde, nicht wegen der Gemeinheit anderer“. Kumbayh, my Lord! Ich kann nur sagen: Falls Ihr von „SPD von unten“ mal ein Kuchenbuffet aufmacht für die gute Sache – ich koch Euch Kaffee!




wiederbelebung von unten hilft nix, wenn die radieschenwurzeln ständig im weg sind. von störung der totenruhe mal ganz abgesehen.