Es sollte ein Dreiklang werden aus Schuldenabbau, Investitionen und Steuersenkungen, also aus Bremsen, Gasgeben und Kuppeln. Jeder Fahrschüler weiß: Das ist ne hässliche Sache, die einen nicht vorwärts bringt.
Um das Gewürge möglichst semi-elegant zu verkaufen, will die Regierung die Finanzierungslöcher nicht im Haushalt auftauchen lassen, sondern in bewährter Weise unter den Teppich kehren. Das nennt sich dann „Schattenhaushalt“ oder gar „die Auslagerung konjunktureller Lasten in ein Sondervermögen“ – egal wie, es hat immer ein riesiges negatives Vorzeichen. Staatsfinanzen durch einen Schattenhaushalt auszugleichen, das ist, wie wenn man sagt: „Ich werde meine Frau nie wieder betrügen, aber wenn, dann heimlich!“.
Nein, Politiker brechen keine Versprechen. Es heißt ja auch nicht Versprechensbruch, sondern Wortbruch. Denn vor allem Wörter werden gebrochen, ausgehöhlt und verbogen. Wörter sind die Knetmasse, mit der Regierende die Realität an ihre Politik anpassen.




Was mich vor allem immer bewegt:
Glauben die wirklich selber, was sie uns vor den Wahlen immer Versprechen?
So überzeugend, wie das von Politikern immer vertreten wird, denke ich schon, dass die sich das so lange einreden, bis es für sie zu einer realen Virtualität wird. Oder war es eine virtuelle Realität?
Braucht man für einen Schattenhaushalt jetzt zwangsläufig auch ein Schattenkabinett ? Und wer wirft den Schatten ? Der Dicke ? Bin verwirrt.