Wenn der Wahlkampf zu langweilig wird, sorgt halt das Volk für belebende Elemente. In Hamburg hatten sich gestern unter dem Motto „Die Kanzlerin kommt – und alle so: yeaahh!“ spontan einige Hundert Menschen zu einem sogenannten Flashmob verabredet. Wie geplant wurde während Merkels Wahlkampfrede in der Innenstadt nach jedem ihrem Sätze „yeaahh“ gerufen.
Das ist natürlich weniger ein politischer Diskussionsansatz, als vielmehr die Schnittmenge aus Dadaismus und Politikverdrossenheit. Eines der komischen Highlights könnte der Moment gewesen sein, als die Kanzlerin sagte „Die CDU hat auch Fehler gemacht“ und die Meute ihr antwortete „yeaahh!“.
Sie hat dabei nicht mit der Wimper gezuckt. Weil sie Profi ist und weiß, dass jede Reaktion nur dafür sorgen würde, dass sich das zum Volkssport auswächst. Wer weiß, vielleicht kommentiert am 27. Lafontaine in der Elefantenrunde ihre Sätze mit „yeaahh!“.
Bei uns auf dem Land ist das anders, da gibt es klare Ansagen. Wir haben einen Schaukasten, wo es unter der Überschrift „Information“ heißt: Wir wählen die Kanzlerin. Gut, der Kasten ist von innen leicht beschlagen, das muss vom inhaltlichen Nebel und der fröhlichen Dampfplauderei kommen.
Toll finde ich, dass die Union sich bewusst für dieses Foto mit der „typischen Handbewegung“ entschieden hat. Bewegung ist natürlich zu viel gesagt, es handelt sich um das Merkelsche Finger-Bermuda-Dreieck, in dem schon jede Menge Politik ins Nirvana verschwunden ist.





Ich weiß nur nicht, welches von den beiden (Steinmeier oder sie) das größere Übel ist (nicht körpergrößentechnisch gesehen!)’?!
Diese Handstellung lernt man eigentlich im Predigerseminar.
@Petra: Sie ist ja schließlich auch ne Pfarrerstochter…
@klucke: rätsel gelöst, siehe meinen heutigen beitrag. kannst gerne verwenden, die erkenntnis!