Einen Garten richtig zu bepflanzen, das ist verdammt schwer. Bis ich da weiß, welche Pflanze wo stehen muss, in welchen Lichtverhältnissen, auf welchem Boden. Da möchte man doch am liebsten einfach eine Handvoll Samen und Setzlinge über die Schulter blind in den Garten werfen und sagen: „So, jetzt macht das bitte mal unter euch aus!“.
Ich hatte in meiner Verzweiflung sogar mal ein Buch gekauft mit dem Titel „easy gardenig“. Da stand drin, wie man seinen Garten so gekonnt verlottern lässt, dass jeder Besucher begeistert ausruft, wie wildromantisch er so doch sei, bevor er im Gestrüpp verloren geht.
Eines hab ich jedenfalls gelernt: Wein soll man trinken. Auf keinen Fall soll man ihn an einen Zaun pflanzen. Es sei denn, man ist bereit, die Kontrolle über den Zaun an das Grünzeug abzugeben, das sich den Zaun dann so zurechtstutzt, wie es ihn braucht.




Eigentlich ist mit deinem ersten Absatz schon alles gesagt: überlass das Zeug sich selber, das ist manchmal eh besser
Und das mit dem Wein ist eine andere Geschichte: http://textspeier.blog.de/2009/08/04/stormy-tuesday-6648612/#comments ^^
das, was an einer stelle wachsen will, reissen wir aus und jenes, das an dieser stelle nicht wachsen will, dem es dort nicht gefällt, das zwingen wir dazu, dort zu wachsen.
so sind wir menschen halt.
die kunst ist wohl, einfach da seinen garten aufzuschlagen, wo eh die richtigen sachen wachsen…