Es wird ein Herbst der einfachen Antworten. Wir werden sagen: „Die SPD hat die Wahl verloren, weil Ulla Schmidts Dienstwagen gemopst worden ist“. Und fertig. Mehr braucht es nicht, so einfach kann Politik sein.
Ob sie den dann korrekt abgerechnet haben wird, ist egal. Weil der Steuerzahler (bitte mit aufgerissenen Augen, erhobenem Zeigefinger und apokalyptischem Unterton auszusprechen), also der STEUERZAHLER die 100.000-Euro-Karre jetzt ersetzen muss. Nachdem der Steuerzahler der Hypo-Real-Estate schon ein Rettungspaket im Gegenwert von einer Million nigelnagelneuer Ulladienstwagen spendiert hat.
Aber eine Gesundheitsministerin ist ja nicht systemrelevant. Mal ganz im Gegensatz zur Kanzlerin. Als die letzte Woche privat auf Sylt war, ist sie mit dem Jet der Flugbereitschaft angedonnert gekommen. Und alle haben nur gesagt: „Schön, dass sie da sind, der Blazer steht ihnen ausgezeichnet!“.
Tja, Politik ist von Herzen ungerecht. Wenn Berlusconi ein unversicherter Dienstjet abhanden käme, würde der durchschnittliche Italiener nur sagen: „Hoffentlich waren keine Nutten mehr drin“.



