Er ist DER Shooting-Star der deutschen Politik: der schwarze Baron. KaTe Guttenberg, die aus dem Ei gepellte Kreuzung aus Tom Cruise und Lothar Matthäus. Laut Umfragen jetzt noch beliebter als die Kanzlerin.
Aus dem Nichts tauchte er auf, so jung, so flott, so gut, so aussehend. Arglos hat er in seiner fränkischen Burg gesessen und das Familienvermögen vor sich hin verwaltet, als plötzlich die Kanzlerin zu ihm sprach: „Rette mich, der Glos ist kaputt“.
So könnte es gewesen sein, das Wunder, die Erscheinung des Wirtschaftsmessias. Wer näher nachforscht, findet heraus, dass der 37-Jährige gezielt und mit langem Atem aufgebaut worden ist zum Polithelden der Neokonservativen. Seit Jahren ist er Mitglied der „Young Leaders“-Gruppe des „Aspen-Instituts“ und der „Atlantik-Brücke“.
Das sind Zirkel, in denen exklusive Spitzenkräfte aus amerikanischer Wirtschaft und Politik auserwählten Jungspießern zeigen, wie die Welt zu laufen hat. Genau wie die „American Council on Germany“, die in New York regelmäßig „Young Leaders“ aus Deutschland zu „Programmings“ empfängt, um ihnen beizubringen, wie man Amerikas Interessen vertritt, sich ordentlich die Haare gelt und zur globalen Entscheider-Elite aufstößt.
Da werden die Schnösel geformt, die dann bei uns mal Kanzler werden sollen. Und das nennt man dann Demokratie. Und deutsche Politik. Wo Leute, die keiner gewählt hat, sich aus fränkischem Adel weltgewandte transatlantische Strebersäue zurechtbasteln. Und sie dann sogar noch mit Tom Cruise freundschaftlich verbandeln, damit er von dem das Grinsen lernt. That´s Showbusiness.



