Unsere Wirtschaft geht vielleicht nicht unter, aber sie hat ein Leck und deutliche Schieflage. Eine prima Gelegenheit also, um sich in Schiffbruchsmetaphorik zu üben.
Die Kanzlerin der Herzen sagt, sie will keine Erhöhung des Hartz-IV-Satzes. Auch wenn wir wissen, dass man Kindern damit kaum ausreichend Vitamine und Bücher kaufen kann, selbst wenn man wollte. Merkel sagt, das muss so sein. Weil der, der Arbeit hat, auf alle Fälle mehr verdienen sollte, als der, der vom Staat leben muss. Trotz Niedriglöhnen. Das klingt, als würde man auf der Titanic den Nichtschwimmern im Wasser keine Rettungsringe zuwerfen, um jene nicht zu beleidigen, die schwimmen können.
Die Zeiten, wo man sich auch als Schwimmer im Ozean an irgendwas festhalten durfte, sind offensichtlich vorbei. Was sind das für Sicherheitsstandards? Und so was schimpft sich Luxusliner! Nur weil beim Captainsdinner noch die Kapelle spielt.



