Günther Oettinger ist der Dachshund der CDU. Oder vielleicht auch das Jagd-Frettchen. Ja, das passt. Den schickt die Kanzlerin immer voraus, für sie muss er ins Dunkle reinschnüffeln, um zu schauen, ob man da auf die Fresse kriegt. Nervös zucken seine Nüstern, hektisch erkundet er den Bau, bis es dann „Batsch!“ macht und er ohnmächtig wird. Wecken tut ihn dann das Piep-Signal, wenn die gruß- und formlose Dankes-SMS der Kanzlerin bei ihm eintrifft.
Vor zwei Wochen war es noch das Thema Mehrwertsteuer, jetzt ist es die Atomenergie: „Wir werden die noch 20 Jahre brauchen“, sagt er, und: „Krümmel ist ein Kraftwerk mit Zukunft, sofern die technischen Voraussetzungen stimmen“. Klar. Und Johannes Heesters ist ein Künstler der Zukunft, sofern die biologischen Voraussetzungen stimmen.
Aber toll, wie der Oettinger da immer mit zittrigem Schnurrhaar die Abgründe austestet. „Frettieren“ nennt man das laut Wikipedia, wenn das „Frettchen mit Maulkorb und Glockenhalsband durch den Jäger in den Kaninchenbau gesetzt“ wird. Die kennt echt alle Tricks, die Kanzlerin.




Wie wahr, wie wahr.