Die Kanzlerin will keine Steuern erhöhen. Auf keinen Fall. Lieber würde sie Schulden machen, Sozialleistungen kürzen oder den Oettinger teeren und federn lassen.
Wie unsexy angekündigte Steuererhöhungen sein können, hat sie 2005 gelernt, als sie dafür fast nicht gewählt worden wäre, dass sie die Mehrwertsteuer um 2% erhöhen wollte. Und es nach der Wahl sogar drei wurden, weil die SPD auf magische Weise nicht mehr dagegen war. Seitdem gilt quasi die reformierte Steuerrechnung: 2 plus Empörung der SPD plus Zeit ist gleich 3.
Auch jetzt ist die SPD empört. Weil Merkel nichts mehr versprechen will, wozu man sie dann zwingen kann. Sie sieht es als eine Form von Verbraucherschutz, dem Wähler möglichst viel kostenloses Nichts mit Umtauschgarantie anzubieten.
Am liebsten wäre ihr ein Parteiprogramm mit lauter leeren Seiten, auf denen oben steht „Raum für Notizen“. Da kann sich dann jeder selbst reinschreiben, von welchen Versprechen er gerne verschont würde. Und dann sein Kreuz bei Muddi machen, der Luftspiegelung ihres Vertrauens. Muddi Morgana.




Eigentlich ist das gar nicht mal so unklever. Merkel & Co. versprechen Steuersenkungen, Oettinger und Co. Steuererhöhungen. Nach der Wahl können sie dann machen was sie wollen, haben ja dann nicht gelogen. Auch ne klevere Art und Weise um eine Wahllüge herum zu kommen …
Grade die Partei, die früher immer so den Verlust von Werten beklagt hat, schielt jetzt nur noch auf Umfragewerte und vereinnahmt in Ammöbentechnik alles, was Stimmen bringt… So macht man die kleinen Partein groß! Schadet nix.
Schaded nix, würd ich nicht grad sagen. Wir erleben eine Perversion der Demokratie, die den Machterhaltungsgedanken im Despotismus/Monarchie etc. in nichts nachsteht. Und je mehr Parteien an einer Regierung beteiligt sind, umso mehr Kompromisse gibt es, die nichts richtiges und nix ganzes darstellen. Und abgesehen von der richterlichen Instanz gibt es auch kein wirkliches Gegengewicht.
Ich will den Kaiser wiederhaben ….
Ich gehe mal davon aus, dass die aktuelle CDU-Spitze allerhöchstens die letzte Legislaturperiode vor sich hat – Das reicht ja dann auch um mit fetten Pensionsansprüchen sich zu verabschieden.
Immer langsam mit dem Kaiser. Diese Paläste und so sind ja auch fies teuer.
Merkel spricht halt für die Bild Zeitung. Aus „Steuersenkung für alle für den Fall das die Wirtschaft wieder wächst in unklarer Höhe“ wird in der Bild aus Platzgründen „Steuersenkung“ Untertitel „für alle“. Den Rest liest eh niemand…..
Ach, und das Berliner Schloss bauen sie jetzt für lau?