An etlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen gibt es Schießstände und Übungsräume für Schützenvereine. Ist es das, was man eine praxisnahe Ausbildung nennt? Für einen Amoklauf der kurzen Wege?
Natürlich hat der Schießsport auch positive pädagogische Effekte, er trainiert das Konzentrationsvermögen und die kognitiven Fähigkeiten. Deshalb sollte er auch in den Kopfnoten berücksichtigt werden, oder in den Kopfschussnoten, vielleicht als Vermerk „Ballermann teilgenommen“.
Es gab sogar mal eine Unterschriftensammlung mit 90.000 Unterzeichnern für „Sportschießen im Schulsport“. Ich wäre auch für Panzerfahren, Landminenlegen und Waterboarding. Hauptsache, es hält die Kids von diesen gefährlichen Computerspielen ab.




Eine interessante Sichtweise. Aber findest du sie nicht etwas zu markaber?
Liest sich so makaber, wie ich den Sachverhalt empfinde.
Es wurde doch seitens der Politik klargemacht, dass nicht etwa das Schießen mit echten Waffen und das Erwerben der Berechtigung diese zu kaufen schuld an den Amokläufen ist, sondern die Killerspiele.
Warum sollte ausgerechnet diese Sportart nicht im Umfeld von Schulen trainiert werden? Bei vielen Menschen scheint das Bild unserer vollkommen gewaltfreien Sportart noch immer von für uns Schützen recht seltsam anmutenden Vorurteilen geprägt zu sein. Dabei gibt es alleine in Deutschland rund 15.000 Schützenvereine mit 1.500.000 Mitgliedern die für fast 350.000 Kinder und Jugendliche eine von der Deutschen Sportjugend anerkannte Kinder- und Jugendarbeit leisten. Du kannst gerne mal bei unserem Kinder- und Jugendtraining vorbeischauen.