Obama war in Deutschland, na und? Ich war Klamottenkaufen – das sind die wirklich brisanten Ereignisse der Weltgeschichte! Aus gegebenem Anlass wurde ich von der Typberaterin meines Herzens ins Einkaufszentrum ausgeführt, wo von Wirtschaftskrise noch nichts zu spüren war, aber natürlich allein beziehungstechnisch immer allerhöchste Krisengefahr herrscht. „Trennen wir uns jetzt für immer, oder probierst du das bitte doch noch mal an?“. Einer dieser Sätze, wie in Granit gemeißelt, der Granit ästhetischer Überlegenheit und Unbestechlichkeit. Weiblicher Granit.
Aber, liebe Leser: Alles gut gegangen! Ich bin weiterhin nicht getrennt, nicht nackt und keine allzu offensichtliche Beleidigung fürs Auge. Allerdings glaube ich, mir geht es wie vielen (Männern), mich plagt eine Art blinder Eitelkeit. Das heißt: Ich schau nie in den Spiegel, geh aber davon aus, dass ich zu Dreivierteln ausseh wie George Clooney. Und wenn ich dann gezwungen werde, doch in einen Spiegel zu schauen, werfe ich ihm böswilligen Realitätsverlust vor. Dem Spiegel.
Zur Beruhigung darf ich dann eine Runde mit in die Damenabteilung. Heute bei H&M. Interessante Kundschaft, dort. Die eine Hälfte sind Bohnenstangen, die in alles prima reinpassen, was die beiden Folterknechte Hennes und Mauritz ihnen so auf den Leib wünschen. Und die andere Hälfte passt da definitiv nicht rein. Aber kauft und trägt es trotzdem. Vielleicht auch aus blinder Eitelkeit. Oder aus modischer Zerstörungswut, einer Art Massaker am goldenen Schnitt. Aber mit sowas hat natürlich ein Stil-Überflieger wie Obama kein Problem.




Obama ist Freitag Nacht über meinen Kopf geflogen und ich kann mir davon nichts kaufen *heul*
Vielleicht kannst Du Kapital draus schlagen, indem Du eine Sekte gründest nach diesem Erweckungserlebnis. Immerhin kannst du sagen „Obama ist über mich gekommen“
Das ist immerhin besser als „…über mir…“…