Weltfrauentag 2009, der Himmel weint. Vielleicht tut er das aus tiefer Solidarität mit Maria-Elisabeth Schäffler und Amy Winehouse, oder aus Trauer um „Klementine“.
Gerade letzteres macht Sinn, wenn man bedenkt, dass die Vatikan-Zeitung zum Weltfrauentag die Erfindung der Waschmaschine feiert, die der größere emanzipatorische Akt gewesen sei als die Pille. Klar, weil bei Papstens die Wäsche wohl immer noch naturgemäß Frauensache ist.
Die Bildzeitung, Stellvertreterin der Blödheit auf Erden, begeht den Tag mit der illustrierten Überlegung, wie Barbie heute aussehen würde, mit siebzig, runzelig, „aber immer noch schlank“. Klingt wie der Papst, oder? Wie ihre Waschmaschine aussieht, erfahren wir leider nicht.
Und auch in der Bundespolitik geht es der Frau an die Wäsche, wenn auch im übertragenen Sinne. SPD und CSU fordern lautstark, die Kanzlerin müsse jetzt endlich mal „Führung“ übernehmen. Das ist aber keine Forderung nach mehr Frauenpower a la „Die Dame führt!“, sondern nur ein emanzipativ angetäuschtes „Kannsenich!“. Egal, morgen ist eh wieder Weltmännertag. Wie die restlichen 364 Tages des Jahres.
P.S.: Als kleiner Verbraucherhinweis sei hier noch einmal erwähnt, dass, wie in diesem Blog üblich, im Roll-over-Text der im Text enthaltenen Links quasi Bonusgags versteckt sind. Ist ja auch bald wieder Ostern.




Ja, das ist höchst vortreffliche Ironie, die Scheffler und die Winehouse quasi in einem Atemzug zu nennen.
„Der“ spanische Sonne strahlte heute, hatte nix zum Weinhousen.
Hörte gerade zur Feier des Tages einen weiblichen Bescheidenheitskommentar: Wir haben uns immerhin den Hosenanzug erkämpft!
Dazu paßt dieser Artikel:
http://www.wochenblatt.es/1000002/1000013/0/19421/article.html
und bitte keine Kritik am Jung´schen Aufzug….ähm Anzug !
@freidenkerin: ja, ich denke fast, frau scheffler ist die winehouse der deutschen wirtschaft
@gabriela: ich glaub, ne verteidigungsministerin wär in deutschland noch nicht möglich. wie haben die spanier das denn hingekriegt?