Jetzt wollen die ersten Berliner Kitas schon mit Finger-Scannern arbeiten. Damit auch immer die richtigen Eltern ihre Kinder abholen. Oder diejenigen, welche die Finger der richtigen Eltern dabei haben. Positiver Nebeneffekt: Die Kleinen werden frühzeitig an hoch technisierte Sicherheitssysteme gewöhnt. Die werden sich später nicht beschweren, wenn man sie zum gläsernen Bürger macht, die putzen noch selbst die Scheiben und fühlen sich stolz als Daten-Wintergarten.
Vielleicht sollten die Erzieherinnen auch online die Computer der Abholer durchsuchen können. Nicht, dass die da Fotos von nackten Pädagoginnen haben. Und Eltern, deren Fingerabdruck auch nur entfernt an Terroristen erinnert, dürfen beim Abholen direkt mit ihrem SUV in die Luft gejagt werden.
Du weißt, deine Kinder sind in einer wirklich sicheren Betreuungseinrichtung, wenn der Elternabend von Scharfschützen umstellt ist. Und statt des Klettergerüstes ein Panzer im Außengelände steht. Und alles wegen dem schwarzen Mann, vor dem man früher noch Angst hatte: dem Schäuble.




Ich plädiere erst einmal für ein Sicherheitssystem, das ungewaschene Kinderfinger erkennt – dann klappt’s auch mit der Pädagogin.
Die Leute sollten aufpassen, dass sie die Kinder wieder los werden. Wenn diese nämlich wirklich erst gehen dürfen, wenn der Finger gescannt ist, dann kan man das ja auch nutzen, um die Öffnungszeiten etwas zu strecken;-)))
Wie nett, dass ausgerechnet die Göttlichen meinen, sich irdischer Überwachungsmechanismen bedienen zu müssen.
Wo ist denn hier die Nähe zu den „Nächsten“, die man sowieso lieb haben soll? Kennen denn die ErzieherInnen die Eltern der Kinder nicht mehr? Oder sind das derart große Anstalten mit Hunderten von Kindern, dass man dort sofort den Überblick verliert?
Das kann man wahrscheinlich nur verstehen, wenn man in der Stadt wohnt. Do konn isch net mitredde …
Gibt es denn schon Austritte aus den Kindergärten?