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Archive for 26. September 2008

Remember the days in september

Es ist tatsächlich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. George Bush spricht von einer “ernsthaften finanziellen Krise” und ruft nach mehr Staat, genau genommen nach 700 Milliarden, die der Steuerzahler der freien Wirtschaft als schnellen Druckverband auf die beim Extreme-Banking entstandene Platzwunde drücken soll. Die möglichen Folgen der Krise beschreibt er in einer Dramatik wie zuletzt bei 9/11. Aber diesmal ist es definitiv ein inside-job.

Der amerikanische Finanzminister geht vor der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses auf die Knie, um ihre Zustimmung zur XXL-Finanzspritze zu bekommen. Der amerikanische Traum träumt sich derzeit wie ein schlechter Trip. Ein Dreamteam aus einem steinalten Veteranen und einer fundamentalchristlichen Hockey-Mutti ist kurz davor, den ersten schwarzen Präsidenten zu verhindern, dessen Wahkampfslogan aus dem Kinderfernsehen geklaut ist. Wobei auch Bob der Baumeister angesichts der in sich zusammenstürzenden Finanzwelt auf die Frage “Can we fix it?” zur Zeit kaum guten Gewissens mit “yes we can” antworten würde.

Geht Amerika kaputt? Wird es zur größten Bananenrepublik der Welt? Gibt es einen Moment, an dem einfach zu viel Geschirr zerschlagen ist, als dass noch Tellerwäscher gebraucht würden, die dann auch keine Millionäre mehr werden? Damit eines mal klar ist: Wenn die ersten amerikanischen Wirtschaftsflüchtlinge bei uns an die Tür klopfen, dann nehmen wir nur die mit außergewöhnlichen Computerkenntnissen.

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