Die Kanzlerin kämpft Wahl: „Multikulti hat ausgedient, wir müssen zusammenwachsen“. Erstens möchte ich nicht mit ihr zusammenwachsen. Zweitens ärgert es mich, wie sie sich mit der Parole „Multikulti“ den Zugang zu den Stammtischen zu sichern versucht. Das Wort so abwertend zu verwenden und zu verstehen ist bösartig.
Als wäre „Monokulti“ die Lösung. Monokulti ist was für globophobe Weicheier. Eigentlich wollte sie ja nur sagen, dass man in Deutschland Deutsch können muss. Gähn. Ja, Multikulti ist so ein trotteliges Gutmenschwort wie „Knofi“, aber da tut man dem Gutmenschen jetzt mehr Unrecht als er verdient hat. Niemand wird je ernsthaft gedacht haben: „Ich möchte in einem Land leben, in dem jeder seinen eigenen Gesetzen folgt, möglichst viel unverständlichen Lärm macht, seinen eigenen Parallelgestank kultiviert und verbreitet, sowie Kinder großzieht, die sich hier möglichst wenig zu Hause fühlen!“.
Multiklti heißt: Alle sind gleichzeitig möglichst kultiviert und einzigartig. Die Bayern, die Türken, die Kampfsäufer, die Pendler, die Trommler, die Webdesigner, die Nasenpopler, die Schattenparker, die Wagnerianer, die Ballermänner, die Kiffer, die Autofahrer mit den 2 Maß und die Schamanen mit den westkirgisischen Vorfahren. Schwer? Nein, eine Vision. Sowas kennt die Kanzlerin nicht, die ist Pragmatikerin.




Pahhh, was tut denn Blazer-Woman bitteschön für die Integration und friedliches Miteinander??? Lang ist die Liste nicht …
[...] sind die “trotteligen Gutmenschwörter“! Honigbrot erwähnt “Multikulti” und “Knofi”. Ich füge [...]