Die Fundamentalisten werfen wieder mit Morddrohungen um sich. Moscheen und Minarette wollen sie nicht errichten, brauchen sie nicht, sie haben schon überall ihre Kirchen stehen. Weil der protestantische Liedermacher Clemens Bittlinger in einem Song den Papst kritisiert, bekommt er jetzt Dresche von besonders nächstenliebenden Christenmenschen.
Bittlinger kenn ich, der wohnt hier ums Eck und ist mir schon vor Jahren aufgefallen, als er in peppig bunten Hemden Fernsehgottesdienste abhielt und dabei an hippen Stehtischen stand, die mit coolen lilafarbenen Lacktischdecken behängt waren. Thema: Es sind die inneren Werte, die zählen. Bittlinger, das war gelebter Widerspruch mit Wanderklampfe, der sympathische Lagerfeuer-Jürgen-Fliege mit den duften Songs.
Wer so jemandem Morddrohungen schickt, der hält auch Benjanin Blümchen für den Antichristen, nur weil der den ganzen Tag mit einem 10-Jährigen namens Otto rumhängt und dabei ungeniert seinen Rüssel zeigt. Hallo liebe Fundamentalisten: Wer Morddrohungen ausstößt, kommt garantiert in die Hölle! Und da gibt es geschätzte 50 protestantische Liedermacher pro Quadratmeter. Noch mehr als Panflöten-Indios, ehrlich!





Die Hölle von der Du schreibst kenne ich. Da steht am Eingang einer mit Stift und Brille. Wenn einer in die Hölle kommt ruft er immer “Schulz” und gibt diesem einen Auftrag.
Und dann singen alle “Danke…”