Barack Obama ist da, heute ist “O-Day”. Die Kanzlerin hat schon mit ihm geplaudert, die ARD wird live seine Rede an der Siegessäule übertragen, gedanklich sind wir “alle bei Obi”. Faszinierend, wie viel Begeisterung ein Wahlkampf wecken kann – wenn man nur ein paar Hundert Millionen in die Werbung steckt, yes we can. Während der Olympischen Spiele wird es im US-Fernsehen permanent Obama-Spots geben. Hoffentlich lässt sich die Kanzlerin nicht anstecken und bei uns stattdessen ihr Videopodcast ausstrahlen, so zwischen “Actimel” und “Brise One Touch”.
Angeblich will der Kandidat heute bei seiner Rede Europa um mehr Einsatz im Kampf gegen den Terror bitten. Na, da werden sie ihm aber zu Füßen liegen, die Berliner. Per Charmeoffensive zum Kriegseinsatz, oder was? Das wird sicher ein bisschen schizophren, wenn er den Berlinern ins Gesicht schaut, aber dabei eigentlich zu Amerika spricht. Ich melde mich später mit ersten Eindrücken vom kommenden Barbecue-Partner der Kanzlerin.
…
Kurzkritik: Sein Pathos hat eine wohltuende Rationalität im Abgang, leichte Rosinenbomber-Aromen mit Anklängen von afghanischem Mohn und verbranntem Bush. Der angenehm schlanke Körper moussiert locker aus der Hüfte und entfaltet eine charmante Blume. Im Nachgeschmack bleibt die erfrischende Note potentiellen Aufbruchs, konterkariert durch einen Hauch fordernden Zupackens. Bei sommerlichen Termperaturen luftig serviert ein vielversprechender Tropfen auf den heißen Stein, der Lust auf mehr macht.
P.S.: Mit dem Ruf unseres Bildungssystems kann es nicht zum Besten stehen, wenn Obama den Berlinern erst mal 5 Minuten die Luftbrücke erklären muss.




Hömma, Herr Hormuth:
So geht das aber nicht – ich kann jetzt nie wieder in den Baumarkt gehen, ohne an den Ami mit den Segelohren zu denken.
(murmelt Dinge wie “Gemeinheit” und “pfuibah” beim Gehen vor sich hin)
Herr Hormuth,
Sie sind wieder so ungnädig.
Anstatt Sie den Umstand lobten, daß ein Mensch vom anderen Ende der Welt beinahe auswendig alle relevanten Eckdaten der politischen Entwicklung des Nabels der Welt (gestern dann halt mal Berlin) aufsagen kann, zerren Sie das Ganze in die Werbe-Ecke. *tztz
Wir sind doch nicht blöd!
This is the moment!
(Satire ist geil!)
Sehr geehrte Damen!
@buchstaeblich: Spannend wird es ja, wenn Obama sich als Praktiker beweisen muss.
@cara: sorry, also nochmal ganz nüchtern: “Nichts ist unmöglich – Obama!”
Das ist gemein. Das ist so gemein. Ich als baumarktgeiles Schraubenstück werde hier so traumatisiert.