Sido – der nette böse Rapper von nebenan. Die Blödzeitung präsentiert ihn in einer soapigen Serie als das Happy-End einer Selbstresozialisierung: Der schamlose Rapper mit der randlosen Brille, der als Jugendlicher keine coolen Turnschuhe hatte, aber dafür heute 500 Paar besitzt. Merke: Je mehr Turnschuhe, desto sozialisierter.
Im dazugehörigen Kurzvideo berichtet er, dass er deswegen zum Dealer geworden sei, weil „Sachen die mit Adrenalin zu tun hatten, Einbrechen und so, die konnt ich nicht.”. Keine Turnschuhe und dann auch noch ne Adrenalinunverträglichkeit, mir kommen die Tränen. Und weiter: „Ich kann keine Kontaktlinsen tragen, ich mag mir nicht ins Auge fassen. Ich hab 2,7 Dioptrien links und 2,0 rechts.”. Krass. Was soll ich denn da erst sagen? Ich kann mir ins Auge langen! Und ich hab 6 und 8 Dioptrien! Soll ich Sido jetzt zu einem Linsenbattle herausfordern? Mal ne Runde um die Wette auf den Glaskörper dapschen? Bin ich der härtere Typ?
Das Highlight ist aber der Satz, den der Offsprecher am Ende des Videos sagt: „Wie Sido zum Mann wurde und wie wichtig ihm seine Mutter ist – auch das erzählt Deutschlands erfolgreichster Rapper bei Bild.de!”. Das möcht ich in der Kombination aber lieber gar nicht wissen.
Drogendealende Würstchen mit Kontaklinsenphobie und Totenkopfmaske sind heute schon Idole? Kids, ich hätte nicht geglaubt, dass ich sowas mal sagen würde, aber: Dann hört doch lieber Tokio Hotel!





Jüngelchen mit Schlenkerbuxen sehen also nicht nur so aus, als hätten sie keine Kontrolle über ihre Darmtätigkeit – sie scheißen sich wirklich vor jedem bisschen in die lässig die Knie umspielenden Hosen.
Sidoch mal ein, dass Männlichkeit etwas ganz Anderes ist als Kettchenschlenkern und Schuhe kaufen, Sido!
Hoffentlich lauern mir jetzt nicht die Sidofans auf der Straße auf. Aber dann weiß ich mir ja zu helfen und rufe laut: “Vorsicht: Ich trage Kontaklinsen und werde jederzeit Gebrauch davon machen!”.
Schönes Bild. Sehr schönes Bild.
super text
und du hast sooooo recht.
ich kenn keinen der sido hört, bzw. mag…und kann auch nich verstehn wieso die blöd ihn jetzt so in den himmel lobt o.O
[...] Frederic Hormuth hat heute wieder einmal trefflich verstanden, mir aus der Seele zu [...]
„Wie Sido zum Mann wurde und wie wichtig ihm seine Mutter ist – auch das erzählt Deutschlands erfolgreichster Rapper bei Bild.de!”
weltklasse…
Hab gestern Abend zufällig ein Interview gesehen, wo dieses degenerierte ‘Möchte-gerne-böse-sein-Vorbild’ ein paar Worte zum besten gab: Da schau ich mir lieber wieder Bundestagsdebatten an, da wissen sie wenigstens, daß sie in ihrer Zeit so gut wie nichts erzählen! Aber immerhin können sie sich wenigstens noch vernünftig und verständlich artikulieren! Kann man von diesem Komplexhaufen nicht behaupten.
Meinen Nichten und Neffen hab ich schon zu Zeiten ‘Tokio Hotel’ angedroht, daß, wenn ich sie mit Musik von solchen Heinis erwische, ich ihnen jegliches Entgegenkommen verweigere. Sprich, kein abholen von der Schule, kein Fahrrad reparieren, kein Eis mehr, absolut keine Vergünstigungen – nichts!!
Bis jetzt haben sie sich daran gehalten. Mein Musikeinfluss ist scheinbar echt prägend: Wer von den heute Früh-Jugendlichen kann schon behaupten, daß er Rolling Stones, Led Zeppelin, Pink Floyd, ZZTop und Mike Oldfield kennt? ^^
Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis die `Bild´ ihre Seelenverwandtschaft zu den Gossenrappern entdeckt und uns wöchentlich mit Interviews dieser halbseidenen Figuren verwöhnt.
Was ich nie verstanden habe, ist, dass man ihm das Merkwürdige Viertel, in dem er aufgewachsen zu sein behauptet, als Hood abnimmt. Sido hat genauso viel “Credibility” wie BLÖD: Null.
Hey Leute ihr hab doch keine ahnung wie es auf der strasse läuft, ihr stitz doch nur in euren bonzen viertel und auf euren Teeteams partys
Übrigens jeder mensch hat vor irgenwass angst nicht jeder ist Jemes Bond typ
Ihr lebt einfach in einer andren welt
J:RAFF)