Wer dieser Tage zu Fuß in Berlin, München oder Frankfurt unterwegs ist, sollte aufrecht gehen, freundlich lächeln und winken. Denn dort werden für „Google Street View“ Straßenbilder in lückenloser Rundumsicht erfasst. Angeblich sollen die Gesichter später unkenntlich gemacht werden, aber wer weiß.
Auch wer mit seiner geheimen Geliebten unterwegs ist, illegal Müll ablädt, scheiße rückwärts einparkt oder sich sein Arschgeweih noch immer nicht hat weglasern lassen, sollte ernsthaft drüber nachdenken, ober er sich nicht wenigstens auf die Schnelle aus einem alten Brillengestell und etwas Pappe einen „schwarzen Balken“ bastelt, oder sich mit 3-4 Glasbausteinen auf Augenhöhe präventiv selbst verpixelt. Dann ist auch das peinliche Verlassen des Sexshops, des Reformhauses, der Hai-Sofortkredit-Filiale oder Kinderausbeutungskleiderdiscounters kein Problem mehr.
Vielleicht ist dies auch die Zeit der creativen Guerilla-Aktionen, um Google Street View zu sabotieren? Ich empfehle beispielsweise das Aufstellen von Schildern mit der Aufschrift „Gold. Hier graben!“, das vermehrte Auftragen von Angela-Merkel-Gummimasken bei angetäuschten Einbruchsversuchen oder natürlich auch Tanztheater, ganz viel experimentelles Tanztheater. Viel Spaß da draußen auf der Straße!




Ob ich mich nackich aufs Dach stelle? Dann wird jeder vor Entsetzen blind, der Bayern ausspinxen will! Gut, der Tourismus ist dann hin, aber ich wollte immer schon mal wissen, wie München ohne Touris ausschaut.
Danke, Frederic, Du mit Deiner Überschrift. Deinetwegen muss ich mich schon den ganzen Tag mit David Hasselhoff im Ohr durch den Tag schleppen. Toll.
Dann sei mal froh, dass ich nix getitelt habe wie: „Gi-, Ga- Google, das Straßenscanmobil!“.
street view ist super praktisch! ich hoffe google wird es für alle Städte…