Der Name klingt wie ein Apple-Computer für peitschenschwingende Abenteurer: Indymac. So heißt die US-Bank, die grade frisch zusammengebrochen ist, weil die Kunden sich Sorgen um die Seriosität des Unternehmens gemacht haben (Indymac? Warum nicht gleich Croft-PC?) und ihr Geld einfach wieder abgehoben haben. Zumindest das, was noch da war. Jetzt hängt an der Glastür des Instituts ein Zettel mit dem sinngemäßen Hinweis: “Wegen Geldproblemen geschlossen”. Und wieder hat die Bankenkrise einen Gang raufgeschaltet.
Ich hatte ja neulich meine ganz persönliche Bankenkrise. Und das kam so: Mein Bankfilialleiter rief mich an und sagte: “Herr Hormuth, das werden sie vielleicht noch gar nicht gemerkt haben, aber auf ihrem Konto hat sich eine mittelhübsche Summe angesammelt. Wollen sie die nicht anlegen?”. “Nein”, sage ich, “damit will ich demnächst ein Auto kaufen. Und vielleicht langt es sogar noch für die erste Tankfüllung. Vorausgesetzt, sie arbeiten nicht mit dem Geld, sondern lassen es friedlich da liegen bis ich mich melde”. Kein Problem soweit.
4 Wochen später tendiere ich dazu, zusätzlich einen kleinen Autokredit aufnehmen zu wollen, damit es für einen schicken Neuwagen langt. Und vielleicht sogar für eine zweite Tankfüllung. Und was sagt der Bankfilialleiter, exakt der selbe Bankfilialleiter? “Das müssen wir prüfen, sie sind ja selbstständig… vielleicht bringen sie mir mal ihre Steuererklärungen der letzten Jahre?”. Ich mach das, er prüft und stellt fest: Für einen wie mich gibt es leider keinen Autokredit. Tja, so ist das, wenn man Kasper von Beruf ist. Also Kasper ohne Festanstellung natürlich.
Ich hatte einen mords Hals auf die Bank. Ich hätte ihnen glatt so einen “Wir-sind-leider-pleite”-Schild an die Tür gewünscht. Nachdem ich mein Geld ausgegeben habe, klar. Ergebnis: Ich hab jetzt das Geld zinslos von einer mir genetisch nahestehenden, bankähnlichen Lebensgemeinschaft, die mich existenziell überhaupt erst möglich gemacht hat, finanziert bekommen.
Und ich habe beschlossen: Wenn ich reich bin (und ich meine richtig stinkereich!) dann wird keine Bank an dem Zaster auch nur schnuppern dürfen. Ich werde den größten Sparstrumpf der Welt im Garten vergraben, meinentwegen lieber in goldene Badewannen investieren und vor allem täglich mehrfach mit dem Rolls-Royce vor dem Filialleiter auf- und abfahren. Bis er bettelnd bei mir vor der Haustür rumkriecht. Und dann steck ich ihm einen Euro zu.
So wird es sein.





Banken habe ein einnehmendes Wesen. nach Freud würde ich argumentieren: monetär festhaltend. So wie kleine Kinder: was ich habe geb’ ich nicht mehr her. Auch wenn du meine bester Freund bist leihe ich die nix. Vielleicht kriege ich es nicht zurück. Also, mein Tip: verlaß’ dich auf deine Beziehung, sie hilft immer
)
Hier ein kleines Zitat zum Thema:
« Ein Bankier ist ein Mensch, der einen Schirm verleiht,
wenn die Sonne scheint, und diesen SOFORT wieder
zurückhaben möchte, sobald es zu regnen beginnt. »
Zitat Mark Twain
[...] einen Zettel -an der Eingangstüre des Instituts- mit dem sinngemäßen Hinweis: “Wegen Geldproblemen geschlossen” wurden die Kunden über den Zusammenbruch informiert. Die Bankenaufsichtsbehörde teilte am [...]
Wie sagt schon der olle Bert Brecht in der Dreigroschenoper: “Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?”
Du hast deinem Bänker aber schon gesagt, dass Du deine Einkünfte anderweitig woanders ablädst, ja?
Ansonsten ist eine gute Alternative zum Strumpf der Ducksche Geldspeicher.
Ja! Ein Geldspeicher! Da wär was. Mit Blick auf die Sparkasse natürlich.
Du bist zu bescheiden:
Sparkassenfiliale kaufen, Filialleiter rausschmeißen, Laden sprengen, Speicher bauen, Filialleiter als Ein-Euro-Jobber zum €-Münzen polieren kommen lassen!
Das fetzt!