Unerwünschte Werbeanrufe sind zwar verboten, trotzdem gibt es bundesweit jährlich mehr als 300 Millionen davon. Dass dabei anscheinend auch gültige Verträge zustande kommen, ist mir ein Rätsel.
Sie: „Guten Tag, sind sie damit einverstanden, dass wir dieses Gespräch aus juristischen Gründen mitschneiden?“.
Ich: „Nein, wer weiß, nachher landet es noch bei Youtube!“.
Sie: „Sie möchten also einmal die Nichtteilnahme am Mitschnittsverfahren, darf ich das so für sie buchen?“.
Ich: „Nix buchen, einfach auflegen!“.
Sie: „Gut, ich habe ihren Auftrag entgegengenommen: Sie hätten gerne die Beendung eines Verkaufsgespräches. Mit höflicher Verabschiedungsformel, oder ohne?“.
Ich: „Egal, Hauptsache es macht ´tuuuut!´“.
Sie: „Dann nehme ich ihnen hier noch das abrupte Quick-Ending als casual Interview-Exit mit ins Paket mit rein, das können sie jederzeit innerhalb von 14 Tagen wieder rückgängig machen. Darf ich fürs Lastschriftverfahren ihre Kontonummer notieren, oder soll ich ihnen gleich unser Inkasso-Personal für eine unkomplizierte Barzahlung vorbeischicken?“.
Ich: „Sie wollen doch nicht behaupten, dass ich jetzt irgendwas gekauft haben soll?“.
„Tuuuuut…..“.
Mist!




Sehr guter Beitrag! Das weniger Gute an der Sache – offensichtlich müssen einige Verträge ja genau so zustande kommen. Anders ist die hohe Zahl der jährlichen Anrufe und Abschlüsse ja nicht zu erklären.
Wenn ich jetzt die Tage diesen Anruf bekomme, weiß ich ja, von dem die Call-Center-Chefs sich dann haben inspirieren lassen:
Das muss jemand sein, der ihnen ganz langsam und mit sehr einfachen Sätzen deinen Text erklärt.