Jeder achte Deutsche ist arm. Jeder zwölfte reich. Mal grob überschlagen. Die Lösung der SPD: Reiche sollen mehr Steuern zahlen. Die Lösung der CDU: Arme sollen weniger Steuern zahlen. Als hätten die groß was zu versteuern. Das ist, wie wenn ich im Nichtschwimmerbecken als Hilfestellung Taucherbrillen verteile.
Wir reden hier von Armut im Sinn der „sozio-ökonomischen EU-Definition”, nach der arm ist, wer weniger als 60% des Durchschnittseinkommen zur Verfügung hat. Reich ist, wer mehr als das Doppelte hat. Der Durchschnitt liegt momentan bei 1600.- Euro im Monat. Kleine Kunstpause, in der jeder für sich nachrechnen darf… Na? Schon Angstschweiß auf der Stirn?
Klar: Wer bei uns arm ist, muss deswegen noch nicht verhungern. Dabei wäre das wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, beim echten Spitzenverdiener Anerkennung zu finden: „Mann, war der arm! Der ist glatt verhungert! Der hat es echt durchgezogen, Respekt! Allen anderen sag ich: Seid froh, dass ihr hier bei uns arm seid und nicht in Burma!”. Manchmal kann Verachtung ähnlich weh tun wie ein leerer Magen.
Die beste Idee, die man in der Politik bisher zur Bekämpfung der Armut hatte, war das Senken des Durchschnittseinkommens. Mist, das kommt dabei raus, wenn die falschen Leute einen Statistikschein machen.
Selbst der Mittelschichtler dreht heute den Euro dreimal um, bevor er ihn ausgibt. Und täuscht seinen Bekannten lieber eine sparsame Migräne vor, als mit ihnen auszugehen. Deutsche Sonntagabende im Jahre 2008: Die Kneipen und Theater sind leer und die Rollläden an den Wohnzimmern sind verdächtig früh runtergelassen. Ab und zu nimmt man noch mal pro forma einen Kleinkredit für ein Event auf, setzt sich dann mit einem VIP-Ticket zu Bario Barth ins Olympiastadion und lacht darüber, wie doof Frauen sind. Das kannst du natürlich auch über eine Reichensteuer nicht verhindern.




Ja, aber Mario Barth, der hat doch ne Freundin, ne! …. Ne Freundin hat der!…..Ne Freundin! …… Der Mario, der hat ne Freundin, weißte! …… Der Mario …..
Um da nicht hin zu müssen, würde ich sogar Armut als Schutzbehauptung vortäuschen.
ja ja – armes Deutschland kann ich nur sagen
)
So ganz stimmen die im aktuellen Armuts-und Reichtumsbericht angegebenen Zahlen ja nicht, denn das dem neuen Armutsbericht zugrundegelegte statistische Zahlenmaterial hat sich zum vorigen Armutsbericht geändert.Beim letzten Armutsbericht galt als arm, wer als Alleinstehender weniger als 938 Euro netto im Monat verdient hat. Im jetzigen Bericht gilt als arm, wer als Alleinstehender weniger als 781 Euro netto im Monat verdient. Woher kommt diese Differenz? Mir drängt sich der Verdacht auf, dass jetzt ein erklecklicher Prozentsatz der eigentlich Armen aus der (Armuts)Statistik rausfallen soll. Demzufolge ist eigentlich weitaus mehr als jeder achte Bundesbürger arm. Die Regierung frisiert die Statistik nach Belieben.Erst die Leute arm machen und dann reich rechnen. Das hat man gern.
Ich glaube, die Differenz beruht auf dem gesunkenen Durchschnittseinkommen. Das macht es auch nicht besser.
Aufgelesen: 13…
Wie arm ist das denn?
Jeder achte Deutsche ist arm. Jeder zwölfte reich. Mal grob überschlagen. Die Lösung der SPD: Reiche sollen mehr Steuern zahlen. Die Lösung der CDU: Arme sollen weniger Steuern zahlen. Als hätten die groß was zu…
Die Differenz entsteht nicht allein aus dem gesunkenen Durchschnittseinkommen, sondern hauptsächlich darauf, daß für den 3. Armutsbericht eine andere Datengrundlage genutzt wurde als noch beim 1. und 2. Armutsbericht.
Von daher drängt sich der Verdacht geradezu auf, daß hier die Armutsgrenze auf manipulative Weise nach unten gedrückt werden soll – schon allein deshalb, weil sonst eine Menge zur Zeit “noch nicht als sittenwidrig” bezeichnete Löhne nämlich sittenwidrig wären, bliebe die Armutsgrenze bei ca. 930 Euro.
Kann auch alles in meinem blog nachgelesen werden, da gibts auch ne Menge Links zu Meldungen und Berichten aus seriösen Quellen.