Die Schlagzeile auf der heutigen Süddeutschen Zeitung ist schon eine besonders blöde: „Dalai Lama trägt Unfrieden in die SPD”. Klingt nach Häme, als würde man sich in der SPD gleich prügeln und Schuld sei der Buddhist. So ähnlich sieht es China ja auch, der Dalai Lama und seine „Verbrecherbande” trägt Unfrieden in die Volksrepublik. So wie die Schlagzeile da steht, wirkt es, als wäre der Tenno ein alter Stänkerer und Hetzer, wegen dem gleich in der Sozialdemokratie eine Schulhofprügelei ausbricht.
Steinmeier verdient sich derweil den diplomatischen Ehrenorden am silbergrauen Bande für das „Wirken hinter den Kulissen”. „Mutig zu sein, das heißt doch heutzutage, den Dalai Lama nicht zu treffen”, soll er gesagt haben. Kommt natürlich auf die Gründe an. Ihn nicht zu treffen, weil einem das Dauerlächeln auf die Nerven geht, oder weil Roland Koch ihm andauernd die Hand schüttelt, gilt nicht. Steinmeier trifft ihn aber deswegen nicht, weil er hofft, dass China grade dabei ist, im dezent hintergründigen Gespräch mit den Leuten des Chef-Tibeters einen Neuanfang zu suchen. Aber nur, solange der Westen mit dieser Popstar-Begeisterung etwas an sich hält, zumindest auf höherer politischer Ebene.
Es wäre zu hoffen, dass er Recht hat und es nutzt. Sympathiewerte bringt das Steinmeier nicht, obwohl er die brauchen könnte, wenn die SPD noch eine Kanzlerkandidaten-Alternative aus ihm machen will. Ist er also mutig? Wobei es mit diesem Begriff in Deutschland ja kompliziert geworden ist, seit Tom Cruise einen Sonder-Bambi für Courage verliehen bekommen hat. Den darf der Steinmeier jetzt gerne auch haben…





Da zeigt sich doch nur, mit wem sich gerade gute Geschäfte machen lassen. Die Menschenrechte in China sprechen deutsche Bundeskanzler bestenfalls auf dem Klo an, wenn sie mit der dortigen Regierung sprechen. Da tut sich “uns Angie” etwas schwer. Wie sie tickt, zeigt ihre Lateinamerikapolitik. Da besucht sie nur die guten. Und wer das ist, sagt George Bush. Allende war damals (197?) ein böser, weshalb die CIA den Pinochets Putsch unterstützt hat. Unser Innenminister, der paraonide Rollstuhlschumi erklärte seinerzeit “in dem Stadion (wo die politischen Gefangenen waren) ist die Lage bei Sonne schön. Ich frage mich, wann er die ersten Kritiker seiner Sicherheitspolitik in der Allianzarena internieren lässt.
Klar, wenn die Menschenrechte auf dem Klo angesprochen werden, dann hat Angie es in China besonders schwer, weil sie auf die Damentoilette muss. Verstehe!
Gut, ich müsste es jetzt auch nicht haben, den alten Mann im roten Badelaken zum Tee zu treffen, zumal Katholizismus in orange nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann.
Aber das Kindergartengetue der Chinesen zeugt von einer sozialen Reife, die ich zwischen “nässt noch ein” und “hat das Teilen noch nicht gelernt” einstufe:
“Wenn Du mit DEM sprichst, dann kann ich dich nicht mehr leiden!”.
Wenn ich Nachbarskinder so reden höre, nenne ich sie Plärrbacke.