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Archive for 7. Mai 2008

In Frankfurt und Wiesbaden müssen die Hauptschulen bald Kontaktanzeigen aufgeben, um überhaupt noch Fünftklässler zu finden, die sich da einschulen lassen wollen: „Etwas heruntergekommene Schulform, die auch schon bessere Zeiten gesehen hat, sucht Schüler, die ihr eine Chance geben. Späterer Abschluss nicht ausgeschlossen. Nichts muss, alles kann!”. Es ist ja nicht so, dass diese Schüler nie auf der Hauptschule landen würden, zwei Jahre später kommen sie dann nämlich desillusioniert aus dem Gymnasium angekrochen, als untote Bildungszombies mit jeder Menge tickender Wut im Bauch.

Schuld sind natürlich auch die Eltern, deren Vokabular sich im Erziehungsalltag auf „Hä?” und „Hopp!” und „Hurrrgh!” beschränkt, die dann aber im entscheidenden Beratungsgespräch auf einmal in geschliffensten Hochdeutsch sagen: „Also unser Kind soll auf alle Fälle das Gymnasium besuchen!”. Und wenn man dann nachfragt, wie sie sich das vorstellen, kommt als Antwort wieder nur „Hä?”, „Hopp!” und „Hurrrgh!”.

Alles nur, weil sie Angst haben, die Hauptschule könnte die direkte Vorstufe zum Jungendstrafvollzug sein. Diese Schulform muss wieder etwas werden, was seinen Namen verdient hat: da steckt „Haupt” drin, also Köpfchen.

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