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Archive for 2. April 2008

Hunderte von Unternehmensvertretern haben also für die Bundesministerien gearbeitet, bezahlt von ihren jeweiligen Unternehmen an Vorgängen oder Gesetzen mitgewerkelt, die teilweise direkt die Interessen ihrer eigentlichen Arbeitgeber betrafen. Das wirft jetzt der Bundesrechungshof der Regierung vor, die wiederum eine „politische Einflussnahme” ausschließt, weil es ja diverse „Kontrollmechanismen” gebe. Da macht man also den Bock zum Hilfsgärtner, und hofft, dass er die Setzlinge nicht auffrisst, weil er sich beobachtet fühlt. Von denselben Leuten, die ihm als Paarhufer einen grünen Daumen zutrauen…

Es ginge ja darum, „Fachwissen in die Bundesbehörden einzubringen”, sagt die Regierung. Fachwissen ist also in Bundesbehörden offensichtlich Bonusmaterial, das man sich von der Wirtschaft schenken lässt. Ich möchte, dass Gesetze künftig wie das Wetter präsentiert werden, mit Hinweisen wie „Die Regulierung des Strommarktes wird ihnen präsentiert mit freundlicher Mitwirkung der RWE” oder „Die Gesundheitsreform – powered by the privaten Krankenkassen”.

Ach ja: Das ist ja jetzt durch eine Studie bewiesen, dass Kassenpatienten dreimal so lange warten müssen. Du weißt, du bist ein Kassenpatient, wenn dein Pils 21 Minuten gedauert hat.

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