Lidl ist die neue Stasi. Schon erschreckend, wie man bei Lidl anscheinend die Mitarbeiter ausspäht, überwacht und schikaniert. Sollte man glatt boykottieren, den Laden. Nein, Moment, das ham wir ja bei Nokia und China schon festgestellt: Boykott ist keine Lösung. Wenn Lidl keinen Umsatz macht, sind die Mitarbeiter ihren Job los. Also sollten wir ihnen praktisch helfen, vielleicht mit kleinen Datenschutz-Care-Paketen, die zum Beispiel einen starken Magneten zum Löschen von Festplatten oder diverse Perücken zum Austricksen der Videoüberwachung enthalten.
Bei Lidl gefährdet man anscheinend schon seinen Job, wenn man nur aufs Klo geht. Eine befragte Angestellte, die aus Angst vor Abmahnung die Kasse nicht verlassen wollte, brachte es so auf den Punkt: „Manchmal kam ich nach Hause und hatte einen nassen Schlüpfer“. Gut das ist vielleicht etwas ungeschickt formuliert, klingt wie ein Satz aus der Autobiographie von Gina Wilde. Aber wie kann ich jetzt künftig Lebensmittel einkaufen, wenn ich mir am Kassen-Laufband unweigerlich Gedanken über Kassiererinnenschlüpfer machen muss? Danke, Lidl!
Wer an einem Lidl vorbeikommt, sollte künftig solidarisch an die Kasse treten und fragen: „Soll ich sie mal 5 Minuten vertreten, oder haben sie heute noch nichts getrunken?“. Tja, Lidl ist wahrscheinlich die Abkürzung für „Lass ich diskret laufen“. Und die Arbeitswelt doch immer noch einen Tick unappetitlicher, als man befürchtet.




Da will der Verbraucher sparen ohne Ende. Ob Geiz dann noch geil ist, wenn die Leute nicht einmal in Ruhe pieseln können, weis ich nicht. Da muss jemand ein schlechtes Gewissen haben. So aber nicht.
[...] Unter Druck [...]
Geiz ist nicht nur ungeil, sondern jetzt sogar unhygienisch, unmenschlich und unappetitlich. Geiz go home! Wir fordern einen Geiz-Boykott! Ach nee, natürlich keinen Boykott…
Ich finde es auch schrecklich, was da abgeht im Jahr 2008! Leider bringt man mit einem Boykott dieses sprichwörtlichen Saftladens ja tatsächlich nur die Arbeitsplätze der Mitarbeiter in Gefahr.